Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 64.300 US-Dollar, ein leichter Anstieg von 0,3 % in den letzten 24 Stunden. Analyst Michaël van de Poppe sieht in der aktuellen Marktstruktur positive Signale. Seiner Meinung nach behauptet sich Bitcoin oberhalb des 200-Wochen-Durchschnitts und ein weiterer großer Rückgang scheint immer unwahrscheinlicher. Auch äußert er sich offen über sein persönliches Portfolio, das stark im Minus steht, betont jedoch, dass dies getrennt von seinem professionellen Fonds zu betrachten ist.
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200-Wochen-Durchschnitt hält Stand und das ist ein gutes Zeichen
Im Wochenchart sieht Van de Poppe, dass Bitcoin erneut oberhalb des 200-Wochen-Durchschnitts schließt. Dieses Niveau gilt seit Jahren als eine wichtige technische Unterstützung. Bereits zuvor identifizierte er dieses Niveau als eine mögliche Kaufgelegenheit.
Was ihm auffällt, ist, dass der Markt in den letzten Wochen in kurzer Zeit stark gefallen ist, aber anschließend nicht weiter abrutschte. Stattdessen hat Bitcoin die früheren Tiefs aufgesammelt und ist danach wieder über zuvor verlorene Unterstützungsniveaus gestiegen. Dieses Muster ist laut Van de Poppe kein typisches Verhalten eines Marktes, der auf dem Weg zu 30.000 US-Dollar oder 40.000 US-Dollar ist. Er stellt fest, dass die Wahrscheinlichkeit wächst, dass wir bereits relativ nahe am Boden sind. Zuvor analysierte Galaxy einen möglichen Boden um 40.000 US-Dollar bis 46.000 US-Dollar, aber diese Einschätzung scheint auf Basis der aktuellen Bewegung weniger realistisch zu werden.
Persönliches Portfolio stark im Minus, aber Fonds zeigt gute Ergebnisse
Neben seiner Marktanalyse gibt Van de Poppe auch Klarheit über seine eigene finanzielle Situation. Sein persönliches Portfolio liegt rund 55 % unter seiner ursprünglichen Investition. Das klingt heftig, aber er unterscheidet zwischen seinen privaten Anlagen und dem Fonds, den er für externe Anleger verwaltet. Dieser Fonds schneidet dagegen gut ab und hat im vergangenen Jahr 45 % besser abgeschnitten als Bitcoin.
Der Unterschied liegt in der Herangehensweise. Persönlich geht er mehr Risiko ein und versucht, mit Altcoins Hochs und Tiefs zu timen. Für externe Anleger verfolgt er eine andere, vorsichtigere Strategie. Er rät davon ab, Altcoin-Positionen jetzt zu verkaufen, da der Markt möglicherweise eine Bodenphase einleitet. Wer jetzt verkauft, verkauft möglicherweise auf dem niedrigsten Punkt. Nicht alle Altcoins werden überleben, aber eine Auswahl davon hat seiner Meinung nach noch beträchtliches Aufwärtspotenzial. Auch andere Analysten blicken positiver auf den Markt: Standard Chartered stellt fest, dass der Kryptowaehrungs-Winter vorbei ist und erwartet einen Bitcoin-Kurs in Richtung 100.000 US-Dollar.
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