Jake Brukhman, Gründer von CoinFund, zieht nach den News, dass Anthropic den US-Exportkontrollen für KI nachkommt, eine eindeutige Schlussfolgerung: KI-Modelle würden zunehmend zu einem zentralisierenden Instrument und einem Ziel staatlicher Lenkung. Dezentralisierte KI-Netzwerke seien seiner Meinung nach die einzig wahre Gegenkraft.
Anthropic als Weckruf für die Kryptowährungs-Welt
Brukhman sagt, es sei für ihn von Anfang an klar gewesen, dass KI-Modelle von Natur aus zentralisierende Kräfte seien. Die Entscheidung von Anthropic, sich den US-Exportkontrollen zu unterwerfen, mache diesen Punkt nun zu einer Markttatsache. Regierungen könnten über diese großen, zentralisierten KI-Unternehmen zunehmend Kontrolle über die Technologie und deren Verbreitung erlangen.
Der Gründer gibt an, dass er in den letzten Jahren nicht auf KI umgestiegen sei, wie es viele andere Kryptowährungs-Anleger getan hätten. Dennoch habe er seit 2020 ein tiefgreifendes Verständnis für die Überschneidung zwischen KI und dezentralisierten Netzwerken aufgebaut. Dieses Fundament bilde nun die Grundlage für seine Position, dass dezentrale KI kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit sei.
Verteilte GPUs als Lösung für das Compute-Problem
Brukhman weist auf einen spezifischen Engpass hin: Es scheint nahezu unmöglich, große KI-Modelle ohne die zentralisierte Infrastruktur großer Technologieunternehmen zu trainieren. Aber dezentralisierte KI-Netzwerke bieten seiner Ansicht nach eine Antwort darauf, indem sie verteilte GPU-Ressourcen für das Training von Frontier-Modellen nutzen.
Er nennt mehrere Teams, die aktiv an verteilten Trainingsmethoden arbeiten, darunter Gensyn, Prime Intellect, Pluralis und Nous Research. Auffällig ist, dass Pluralis auch ein Geschäftsmodell rund um tokenisierte KI-Modelle erkundet, bei dem die Modellgewichte aufgeteilt und unter den Teilnehmern verteilt werden. Das mache es nicht nur technisch verteilt, sondern auch wirtschaftlich für eine breitere Gruppe zugänglich.
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