Charles Hoskinson, Mitbegründer von Cardano, gibt während einer aktuellen AMA endlich eine konkrete Antwort auf Fragen zu 1.096 Bitcoin, die jahrelang im Besitz der Isle of Man Foundation waren. Ihm zufolge handelt es sich um Bitcoin, die in den Jahren 2016 und 2017 eingesetzt wurden, um Anforderungen von Michael Parsons und dem ursprünglichen Auditprozess zu erfüllen. Diese Menge Bitcoin ist derzeit etwa 70 Millionen US-Dollar wert, während der Bitcoin-Kurs bei 65.000 US-Dollar liegt.
Kryptowährungs-Insolvenzexperte Thomas Braziel greift die Aussagen von Hoskinson auf und stellt sofort kritische Fragen. Sollte diese Erklärung zutreffen, fordert er Beweise.
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Braziel fordert Transparenz über die Zahlungen
Braziel stellt fest, dass bei Richtigkeit der Erklärung von Hoskinson entsprechende Unterlagen auf den Tisch kommen müssten. Rechnungen, Vereinbarungen, Genehmigungen und Zahlungsbelege müssten nachweisen, wohin die 1.096 Bitcoin genau gegangen sind, wer sie erhalten hat und warum. Ohne diese Dokumente bleibt die Erklärung nicht verifizierbar.
Es geht also nicht nur um die Frage, ob das Geld zweckgemäß ausgegeben wurde, sondern auch darum, wer welche Entscheidung getroffen hat. Braziel will wissen, wie es sein kann, dass ein internes Auditverfahren dazu geführt hat, dass ein Betrag, der heute Dutzende Millionen US-Dollar wert ist, vollständig verschwunden ist. Der Fall berührt direkt die Governance des Cardano-Projekts in den Anfangsjahren.
Schiefe Verteilung zwischen IOHK und der Foundation
Braziel spricht darüber hinaus eine breitere Thematik an. IOHK, das von Hoskinson geführte Unternehmen, kontrollierte letztlich rund 95 % aller Bitcoin, die während der ursprünglichen Mittelbeschaffung eingenommen wurden, plus Milliarden an ADA-Token. Die Isle of Man Foundation, die offiziell die Aufsicht über das Projekt hätte führen sollen, erhielt nur einen kleinen Teil der Erlöse.
Diese Verteilung wirft Fragen zur tatsächlichen Unabhängigkeit der Foundation gegenüber IOHK auf. Wenn die Foundation bereits weitgehend von IOHK für ihre Mittel abhängig war, stellt sich die Frage, ob sie überhaupt eine wirksame Kontrolle über die Verwendung dieser Mittel ausüben konnte. Braziel scheint aufdecken zu wollen, ob die damalige Struktur im Interesse der gewöhnlichen Anleger im Cardano-Ökosystem war.
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