Der jüngste Rückgang des Bitcoin-Kurses unter die 60 US-DollarK löst eine neue Panikwelle bei Anlegern aus. Das zeigt sich am steigenden Zufluss von Bitcoin zu Binance, der sich inzwischen gegenüber April verdoppelt hat. Analyst Darkfost stellt die Zahlen zusammen und erklärt, was das für den Markt bedeutet.
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Verdopplung des Zuflusses auf Binance
Seit dem 13. April steigt der durchschnittliche monatliche Bitcoin-Zufluss auf Binance von 3.880 BTC auf 7.600 BTC. Das ist eine Verdopplung, die zeigt, dass ein Teil der Inhaber ihre Münzen an Börsen bringt, um sie zu verkaufen. Bei einem Preis von rund 63.000 US-Dollar repräsentieren diese 7.600 BTC etwa 479 Millionen US-Dollar an potenziellem Verkaufsdruck allein auf Binance. Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 62 US-DollarK, ein leichter Anstieg von 0,5% in den letzten 24 Stunden.
Das Muster ist nicht neu. Bereits früher in diesem Bärenmarkt sahen wir ähnliche Spitzen beim Zufluss. Im November 2025, als Bitcoin auf 84 US-DollarK zurückfiel, stieg der durchschnittliche Zufluss auf Binance auf über 9.000 BTC. Im Februar 2026, während des Tests der 60 US-DollarK, lag er bei 8.800 BTC. Der aktuelle Zufluss von 7.600 BTC ist also niedriger als diese früheren Spitzen, bleibt aber erheblich und deutet auf anhaltenden kurzfristigen Verkaufsdruck hin. Wie der Analyst bereits früher beschrieben hat, löst jeder Dip unter ein psychologisches Niveau eine ähnliche Reflex bei Anlegern aus.
Das 60 US-DollarK-Niveau als Schlachtfeld
Die 60 US-DollarK-Grenze entwickelt sich laut Darkfost zu einem regelrechten Schlachtfeld, wo der Kampf zwischen schwachen und starken Händen am heftigsten ist. Auf der einen Seite stehen Anleger, die in Panik verkaufen, sobald der Kurs unter dieses Niveau fällt. Auf der anderen Seite stehen Parteien, die die Schwäche genau nutzen, um nachzukaufen und ihre Position zu stärken. Auf diesem Preisniveau findet derzeit die größte Übertragung von Bitcoin zwischen diesen beiden Gruppen von Anlegern statt.
Dennoch gibt es ein vorsichtig positives Signal. Der Analyst weist darauf hin, dass der Zufluss tendenziell sinkt, je länger die Korrektur andauert, was bedeutet, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte. Der Bitcoin-Kurs befindet sich derzeit in einer Seitwärtszone um die 62.000 US-Dollar, was mit dem nachlassenden Druck übereinstimmt, der in den Zuflussdaten zu sehen ist. Ob das ausreicht, um eine Erholung einzuleiten, bleibt vorerst die Frage.
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