Drei der grössten Namen in der weltweiten Zahlungswelt stehen kurz davor, gemeinsam eine Stablecoin-Plattform zu starten. Stripe, Visa und Mastercard sind laut drei Eingeweihten kurz vor der Einführung des neuen Initiativ. Auch die Kryptowährungsbörse Coinbase prüft, ob sie sich der Plattform anschliesst, wie CoinDesk berichtet.
Grosse Akteure bündeln Kräfte rund um Stablecoins
Der Schritt ist auffällig, da es sich um drei dominante Akteure im traditionellen Zahlungssektor handelt. Alle drei Unternehmen sind bereits aktiv dabei, eine Position im Stablecoin-Markt zu erobern. Stripe kaufte zuvor das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen Bridge für satte 1,1 Milliarden US-Dollar, Mastercard übernahm BVNK und Visa weitet seinen Stablecoin-Settlement-Pilot auf neun Blockchains aus.
Coinbase, Stripe und Visa wollen zu den Berichten keine Stellung nehmen, und Mastercard hat bisher nicht reagiert. Dass Coinbase möglicherweise mitmacht, ist bemerkenswert, zumal das Unternehmen selbst intensiv an Stablecoin-bezogenen Kooperationen arbeitet. So kündigt Coinbase erst kürzlich eine Partnerschaft mit Ethena an, bei der ENA auf dem offenen Markt gekauft wird.
Stablecoin-Markt wächst auf 325 Milliarden US-Dollar
Das Timing der Plattform ist kein Zufall. Laut Daten von CoinGecko beträgt die gesamte Marktkapitalisierung des Stablecoin-Marktes inzwischen etwa 325 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach stabilen digitalen Zahlungsmitteln nimmt weltweit zu, und traditionelle Finanzinstitute wollen nicht abseits stehen.
Das Interesse von Akteuren wie Visa, Mastercard und Stripe zeigt, dass Stablecoins zunehmend als ernsthafte Infrastruktur für Zahlungen betrachtet werden und nicht mehr als Nische. Coinbase-Mitbegründer Brian Armstrong zeigt sich auch ausserhalb der reinen Kryptowährungswelt immer häufiger, wie seine jüngste Finanzierungsrunde von 435 Millionen US-Dollar für ein Longevity-Start-up zeigt. Die Entwicklungen bei Coinbase folgen einander in rascher Folge.
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