Pump.fun, die beliebte Memecoin-Plattform, zieht heftige Kritik mit ihrer neuen Bounty-Funktion auf sich. Nutzer können über die Funktion Aufträge platzieren und andere mit Kryptowaehrung für deren Ausführung belohnen. Seitdem sind bereits ziemlich extreme und gefährliche Herausforderungen aufgetaucht, die weltweit für Aufsehen sorgen.
Pump.fun ist bei Bitvavo und Bybit erhältlich.
Mehr als 370.000 US-Dollar ausgezahlt seit dem Start
Seitdem die Funktion am 4. Juni startete, hat die Plattform bereits mehr als 370.000 US-Dollar an Teilnehmer ausgezahlt. Das berichtet die New York Post. Derzeit gibt es noch rund 270 offene Bounties, mit insgesamt mehr als 200.000 US-Dollar an ausstehenden Belohnungen. Nutzer laden Videos von sich selbst hoch, während sie die Aufträge ausführen, oft in erniedrigenden oder regelrecht gefährlichen Situationen.
Einer der auffälligsten Fälle kommt von den Philippinen, wo ein Mann 15.000 US-Dollar in Kryptowaehrung verdient, indem er sich den Text „bounty fun“ auf die Stirn tätowieren lässt. Andere Aufträge gehen noch weiter: das Gesicht in eine Toilette stecken, live vor der Kamera kündigen oder den Mount Everest besteigen. Die Funktion zieht damit ein Publikum an, das bereit ist, erhebliche Risiken für eine Kryptowaehrungsauszahlung einzugehen.
Kritik aus Politik und Tech
Die Kontroverse bleibt nicht auf soziale Medien beschränkt. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul spricht sich öffentlich gegen die Funktion aus, ebenso wie Nikita Bier, Produktchef bei X. Beide äußern Bedenken hinsichtlich der potenziell schädlichen Folgen dieser Art von Herausforderungen, bei denen Menschen sich für einen Geldbetrag in Kryptowaehrung in Gefahr bringen.
Die Diskussion fügt sich in einen breiteren Trend rund um die Regulierung von Kryptowaehrungsplattformen ein. So verpflichtet die EU ab 2027 strengere KYC-Regeln und verbietet anonyme Konten. Pump.fun selbst hat sich noch nicht ausführlich zu der Kritik geäußert, aber die Funktion ist vorerst weiterhin aktiv und zieht weiterhin neue Teilnehmer an. Berichtet die New York Post.
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