Danny Sanders, Chief Commercial Officer des Hardware-Wallet-Herstellers Trezor, schlägt Alarm über die wachsende Popularität von Bitcoin-ETFs. Seiner Meinung nach ist es eine schlechte Entwicklung, wenn Anleger massenhaft ETFs wählen, anstatt ihre eigenen privaten Schlüssel zu verwalten. Er plädiert vielmehr dafür, Self-Custody für ein breiteres Publikum zugänglicher zu machen.
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Nur 10 % verwalten eigene Bitcoins
Sanders äußerte sich während BTC Prague. Er zeichnet ein auffälliges Bild des aktuellen Zustands des Kryptowaehrungssektors: Weltweit zählt die Industrie rund 600 Millionen Nutzer, aber nur etwa 10 % davon verwalten ihre eigenen Bitcoins. Noch kleiner ist die Gruppe, die eine Hardware-Wallet verwendet, nämlich etwa 12 bis 13 Millionen Menschen.
Diese Zahlen zeigen, wie groß die Kluft noch ist zwischen dem Ideal finanzieller Unabhängigkeit und der täglichen Praxis. Bei Self-Custody ist der Nutzer selbst der Einzige, der Zugang zu seinen Coins hat, ohne Beteiligung von Börsen oder anderen Verwahrern. Das steht im direkten Gegensatz zum Modell eines ETF, bei dem ein Dritter die Bitcoins im Auftrag des Anlegers verwahrt.
Self-Custody muss einfacher werden
Sanders erkennt an, dass es noch erhebliche Herausforderungen gibt, wenn es darum geht, neue Nutzer in Richtung Self-Custody zu onboarden. Dennoch ist er der Meinung, dass der Sektor gerade hierauf setzen sollte, anstatt Menschen zu ermutigen, ihre Bitcoins bei Zwischenhändlern zu parken. Insbesondere jetzt, da Bitcoin-ETFs fünf Wochen in Folge Abflüsse verzeichneten, ist die Diskussion über den Wert des direkten Besitzes aktueller denn je.
Seine Botschaft ist klar: Das bloße Verschieben in einen ETF widerspricht den fundamentalen Prinzipien von Bitcoin. Solange die Mehrheit der Nutzer von zentralen Verwahrern abhängig bleibt, verfehlt die ursprüngliche Idee hinter Bitcoin ihr Ziel. Die verfügbaren Kryptowaehrungs-Wallets werden immer benutzerfreundlicher, aber das Bewusstsein der Nutzer bleibt ein Engpass. Der Bitcoin-Kurs steht derzeit bei 66.799 US-Dollar, ein Anstieg von 4,9 % in den letzten 24 Stunden.
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