Der CEO von Bithumb, einer der größten Kryptowährungsbörsen Südkoreas, steht unter dem Verdacht der Bestechung. Die Polizei von Seoul führt Lee Jae-won als Verdächtigen, nachdem er angeblich geholfen haben soll, einem Sohn eines unabhängigen Parlamentsabgeordneten eine Stelle bei Bithumb zu verschaffen. Die Ermittlungen dauern noch an und betreffen sowohl die Börse als auch einen Volksvertreter.
Stelle als Gegenleistung für politische Gunstbeweise
Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, so meldet Yonhap, richtet sich die Untersuchung gegen den Abgeordneten Kim Byung-kee. Die Polizei vermutet, dass Kim seine Position im politischen Ausschuss der Nationalversammlung nutzte, um Bithumb zu begünstigen, und dass dies im Austausch für die Einstellung seines zweiten Sohnes bei der Börse stand.
Konkret soll Kim sich in seinen parlamentarischen Aktivitäten darauf konzentriert haben, Monopolprobleme bei Dunamu, einem Konkurrenten von Bithumb, anzuprangern. Die Polizei wertet dies als direkte Gegenleistung für die Stelle, die sein Sohn bei Bithumb erhielt. Ein früherer Mitarbeiter Kims bestätigt gegenüber der Polizei, dass Kim und Vertreter Lee im November 2024 in einem Restaurant in Mapo, Seoul, zusammenkamen, wo diese Stelle zur Sprache gekommen sei.
Auch ein Mitarbeiter von Kim arbeitet bei Bithumb
Die Ermittlungen gehen über den Fall um den Sohn des Abgeordneten hinaus. Die Polizei prüft außerdem die Behauptung, dass Kim Bithumb bat, einen Mitarbeiter seines Büros, als A bezeichnet, einzustellen. Dieser Mitarbeiter arbeitet seit September letzten Jahres bei der Kryptowährungsbörse.
Es ist nicht das erste Mal, dass große Kryptowährungsbörsen in Südkorea aufgrund ihrer Beziehungen zu Politikern oder Aufsichtsbehörden in Verruf geraten. Der Fall um Bithumb erhält nun große Aufmerksamkeit, weil der CEO selbst als Verdächtiger geführt wird. Die Ermittlungen dauern noch an, und es wurden bislang keine Anklagen erhoben.
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