Der Ethereum-Kurs notiert derzeit bei 1.700 US-Dollar, nahezu unverändert im Tagesverlauf, aber das Gesamtbild ist weit weniger rosig. Analyst DaanCrypto weist auf ein auffälliges historisches Muster hin: Ethereum ist auf dem Weg zum zweitschlechtesten ersten Halbjahr seiner Geschichte, nur 2022 war noch schlechter. Nach einem roten Q1 von -45,41% und einem bisher roten Q2 von -20,78% droht ETH zum erst zweiten Mal in seiner Geschichte zu Beginn eines Jahres zwei aufeinanderfolgende rote Quartale zu verzeichnen.
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Neun Monate Schmerz nach dem BMNR-Hype
Laut DaanCrypto ist der Kontext wichtig, um diesen Kursverlauf zu verstehen. Nach dem sogenannten BMNR-Akkumulationswahnsinn erreichte Ethereum ein Hoch, woraufhin der Kurs neun Monate lang Abwärtsdruck erfuhr. Das ist ein extrem schlechter Verlauf, so der Analyst. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 fiel Ethereum im Q2 um satte 67,34%, der schwerste Quartalsschlag in den verfügbaren historischen Daten von Coinglass.
Die historischen Quartalsdaten zeigen auch, wie außergewöhnlich die aktuelle Situation ist. In den meisten Jahren schnitt Ethereum in Q1 und Q2 stark ab: 2021 stieg der Kurs im Q1 um +160,7% und 2017 waren die ersten beiden Quartale sogar für Renditen von +518% und +453% gut. Das macht den aktuellen Rückgang umso auffälliger. Zudem weist DaanCrypto darauf hin, dass Bärenmärkte länger anhalten können als erwartet, was auch in den On-Chain-Daten rund um Bitcoin sichtbar ist.
Ist Akkumulation auf diesem Niveau vernünftig?
Trotz der düsteren Statistiken sieht DaanCrypto die aktuellen Niveaus als potenziell interessant für Anleger mit einem längeren Horizont. Er stellt fest, dass Ethereum noch immer eine zentrale Rolle in Tokenisierung und DeFi spielt und dass der aktuelle Kurs nach langer Zeit wieder attraktiv zu werden beginnt für diejenigen, die in Jahren statt in Wochen denken.
Dennoch warnt er vor überstürzten Entscheidungen. Langsam und stetig aufzubauen funktioniert besser, als alles auf einmal einzuzahlen, zumal ein Bärenmarkt immer länger dauern kann als ursprünglich erwartet. Das Halten einer Reserveposition für unerwartete Situationen ist dabei ratsam. Sind Sie neugierig auf weitere Ethereum-News und Entwicklungen rund um den Ethereum-Kurs? Die kommenden Quartale werden auf jeden Fall entscheidend sein, um zu sehen, ob ETH das Muster von 2022 wiederholt oder durchbrechen kann.
