BitMEX-Mitbegruender Arthur Hayes zieht eine bemerkenswerte Schlussfolgerung ueber den aktuellen Zustand des Kryptowaehrungsmarktes: Kuenstliche Intelligenz saugt die US-Dollar-Liquiditaet auf, die andernfalls nach Bitcoin fliessen wuerde. Hayes veraeussert daher eine Reihe von Altcoins und bereitet sich auf moegliche weitere Abschwaeche vor, bleibt aber langfristig positiv gegenueber Bitcoin.
Bitcoin ist bei Bitvavo und Bybit erhaeltlich.
KI saugt die Liquiditaet auf, die Bitcoin benoetigt
Laut Hayes ist der Grund, warum der Bitcoin-Kurs trotz grosszuegigerer Liquiditaetsbedingungen nicht weiter steigt, einfach: Das gesamte frische Kapital fliesst in KI-Aktien. Solange Anleger ihr Geld massiv in KI stecken, bleibt wenig Raum fuer Kryptowaehrungen. Und wenn diese KI-Blase dann platzt, was Hayes als ein reales Szenario betrachtet, koennen dieselben Anleger keine Kryptowaehrungen mehr kaufen, weil ihr Kapital bereits gebunden oder verloren ist.
Er weist auf eine Kombination von Faktoren hin, die die KI-Blase zum Platzen bringen koennten: steigende Oelpreise, Verkaufsdruck durch grosse KI-Boersengaenge und politische Entwicklungen in den USA. Das wuerde kurzfristig auch Kryptowaehrungen mitreissen, aber Hayes glaubt, dass Bitcoin danach steil nach oben geht, sobald die Zentralbanken die Geldhaehne wieder aufdrehen. Aktuell steht der Bitcoin-Kurs bei 62.000 $, ein Rueckgang von 0,4 % in den letzten 24 Stunden.
Maelstrom verkauft Altcoins, behaelt aber Bitcoin und Ethereum
Hayes‘ Investmentvehikel Maelstrom hat in der vergangenen Woche HYPE, NEAR und WLD veraeussert. Auch Zcash (ZEC) fliegt raus, jedoch aus einem anderen Grund: Ein Bug im sogenannten Orchard Pool macht die Position zu riskant, um sie zu halten. Hayes gibt selbst an, dass er lieber nicht veraeussert haette, aber Kapitalerhalt sei fuer ihn wichtiger als ein moeglicher Gewinn.
Bitcoin und Ethereum behaelt er hingegen. Ueber Ethereum aeussert er sich nuechtern, aber nicht pessimistisch: Der Coin sei seiner Ansicht nach funktional, entbehre aber des Schubs. Da er keinen unmittelbaren Kapitalbedarf habe, lasse er die Position einfach stehen. Um seinen Handelsdrang zu befriedigen, erwaege er, ueber Derivate taktische Short-Positionen einzugehen. Damit setzt er auf einen moeglichen weiteren Rueckgang, bevor die grosse Erholung einsetzt. Dies passt in einen breiteren Trend, bei dem bekannte Trader vorsichtiger werden und ihre Positionen zurueckfahren.
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