Die Situation rund um Strategy, das Unternehmen hinter den massiven Bitcoin-Käufen von Michael Saylor, gerät laut Arca-CIO Jeff Dorman völlig außer Kontrolle. Dorman warnt, dass sich MSTR-Inhaber, Bitcoin-Anleger und Preferred-Stock-Inhaber erstmals gleichzeitig in einer schwierigen Lage befinden. Innerhalb von vier Monaten werde jemand erhebliche Verluste hinnehmen müssen, so der Analyst.
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Dividende von 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr unter Druck
Dorman erklärt, dass Strategy derzeit Preferred Stocks im Wert von etwa 15 Milliarden US-Dollar ausstehen hat, was jährlichen Dividendenverpflichtungen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Unternehmen beschafft sich durch Aktienemissionen 2 Milliarden US-Dollar an Liquidität, offenbar um drohende kurzfristige Zahlungsausfälle zu vermeiden. Doch anstatt diesen Puffer für Dividendenausschüttungen zu nutzen, kauft Strategy die Anleihen aus dem Jahr 2029 zurück.
Dorman versteht die Logik dahinter nicht. Wenn der Plan letztlich darin besteht, Bitcoin zu verkaufen, um Schulden zu begleichen, dann sei das ohnehin unvermeidlich. Dies jedoch zu tun, während sich der Bitcoin-Kurs in einer Abwärtsspirale befindet, verschärft die Situation laut ihm nur weiter – sowohl für den Bitcoin-Preis als auch für MSTR selbst. Warum also jetzt bereits Schulden zurückkaufen und sich früher als nötig in die Enge treiben, fragt sich Dorman.
Innerhalb von vier Monaten wird jemand massiv verlieren
Eine mögliche Erklärung, die Dorman nennt, ist, dass Strategy die bestehenden Wandelanleihen durch neue, langfristige Varianten refinanziert. Da Saylor jedoch zuvor angekündigt hatte, sich von Convertibles zu verabschieden, hält Dorman dieses Szenario für unwahrscheinlich. Sinnvoll wäre es seiner Meinung nach allerdings durchaus.
Was Dorman deutlich machen will: Zum ersten Mal befinden sich alle Parteien gleichzeitig in einer prekären Lage. MSTR-Aktionäre, Preferred-Stock-Inhaber und Bitcoin-Anleger sitzen alle im selben Boot. Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 73.303 US-Dollar und zeigt in den vergangenen 24 Stunden kaum Bewegung. Ob das ausreicht, um Strategy über Wasser zu halten, bleibt die große Frage.
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