Der Ethereum-Kurs liegt derzeit bei 2.100 US-Dollar, obwohl im Hintergrund stark gekauft wird. Laut einer Analyse von CryptoQuant werden sämtliche aggressiven Kaufversuche immer wieder durch große Verkaufsorders am Markt absorbiert. Das Ergebnis: Der Kurs bleibt unter Abwärtsdruck, trotz der vorhandenen Nachfrage.
Ethereum ist bei Bitvavo und Bybit erhältlich.
Verkaufsdruck übersteigt die Nachfrage
Analyst @oro_crypto erklärt auf CryptoQuant, dass sowohl auf dem Spotmarkt als auch auf dem Futuresmarkt aggressives Kaufverhalten zu beobachten ist. Dennoch gelingt es Ethereum nicht, zu steigen. Die Erklärung? Große Limit-Verkaufsorders, die im Markt platziert sind, absorbieren nahezu jede Kaufwelle unmittelbar. Das verfügbare Angebot ist schlichtweg zu groß, um durch die Nachfrage aufgenommen zu werden.
Dieses Muster zeigt sich auch im Spot Taker CVD (Cumulative Volume Delta). Obwohl Käufer dominieren, nimmt die Stärke der Kaufwellen allmählich ab. Am 22. Mai liegt der Taker Buy Dominant-Wert bei 2.065,8K US-Dollar, doch die Spitzenwerte werden von Monat zu Monat niedriger. Das deutet darauf hin, dass zwar gekauft wird, jedoch mit immer weniger Überzeugung oder Kapazität, um den Verkaufsdruck zu durchbrechen.
Technische Niveaus im Blick behalten
Im Tageschart ist zu erkennen, dass sich Ethereum zwischen zwei täglichen Unterstützungsniveaus bei rund 1.984 und 1.937 US-Dollar bewegt. Der Widerstand auf der Oberseite liegt bei etwa 2.454 US-Dollar. Der Kurs hat in den vergangenen Wochen eine klare Abwärtsbewegung von den Hochs über 2.350 US-Dollar eingeleitet, und eine Erholung in Richtung dieses Niveaus erscheint kurzfristig unwahrscheinlich, solange der Verkaufsdruck anhält.
Das CVD im aggregierten Chart zeigt ebenfalls einen negativen Wert von minus 1.736.389, was darauf hindeutet, dass insgesamt mehr Verkäufe als Käufe abgeschlossen wurden. In Kombination mit der nachlassenden Kaufkraft auf dem Spotmarkt zeichnet dies ein besorgniserregendes Bild für den Ethereum-Kurs kurzfristig. Gleichzeitig passt die Ethereum Foundation ihre Verkaufspolitik an und konzentriert sich stärker auf Privatsphäre und Dezentralisierung, was langfristig positive Nachrichten für das Netzwerk darstellt. Wer den Ethereum-Kurs genau verfolgt, sollte aufmerksam bleiben, bis der Kurs eine bedeutende Widerstandszone nachhaltig durchbrechen kann.
