Ethereum gerät zunehmend unter Druck, während große Marktteilnehmer und ETFs umfangreich verkaufen. On-Chain-Daten zeigen, dass Vitalik Buterin innerhalb eines Monats ETH im Wert von rund 34 Millionen US-Dollar veräußert hat. Gleichzeitig haben Ethereum-ETFs in fünf Wochen mehr als 1,13 Milliarden US-Dollar an ETH abgestoßen. Dennoch signalisiert ein wichtiger On-Chain-Indikator eine mögliche Bodenbildung.
Ethereum ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Verkaufsdruck nimmt rasant zu
Ethereum notiert aktuell bei 1.900 US-Dollar bei einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 21.376.325.600 US-Dollar. Damit liegt der Kurs 2,7 % unter dem Vortagesniveau. Laut Analyst Ali Martinez befindet sich der Markt in einer klaren Distributionsphase, in der größere Akteure ihre Positionen reduzieren.
Daten von Arkham zeigen, dass Vitalik Buterin im vergangenen Monat rund 16.400 ETH verkauft hat. Zum aktuellen Kurs entspricht das etwa 34 Millionen US-Dollar. Die entsprechende Analyse wurde auf X veröffentlicht und ist hier einsehbar:
Dieser Verkaufsdruck fällt mit deutlichen Abflüssen aus US-amerikanischen Ethereum-ETFs zusammen. Innerhalb von fünf Wochen veräußerten diese Fonds rund 563.600 ETH im Wert von etwa 1,13 Milliarden US-Dollar. Das deutet kurzfristig auf eine nachlassende institutionelle Nachfrage hin.
Stimmung trübt sich ein, doch Bodenindikator sendet Signal
Die Kombination aus großen Tokenverkäufen und ETF-Abflüssen sorgt für ein vorsichtiges Sentiment rund um Ethereum. Wenn mehrere große Akteure gleichzeitig verkaufen, verstärkt das das Abwärtsmomentum.
Gleichzeitig erscheint jedoch ein interessantes Signal: Die MVRV-Ratio, die den Marktwert mit dem realisierten Wert vergleicht, fällt auf 0,78. Historisch gesehen gilt ein Niveau unter 0,80 häufig als Zone, in der Ethereum nahe einer makroökonomischen Bodenbildung gehandelt wird.
In früheren Marktzyklen entstanden gerade in solchen Phasen attraktive Akkumulationsmöglichkeiten für langfristige Investoren. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine sofortige Trendwende, deutet jedoch darauf hin, dass das Abwärtsrisiko begrenzter werden könnte, sobald schwächere Marktteilnehmer aussteigen.
Kurs könnte noch einen letzten Rückgang erleben
Ali Martinez warnt, dass die aktuelle Distributionswelle in eine weitere Abwärtsbewegung münden könnte. Ein solcher letzter Rückgang könnte Panik auslösen, zugleich jedoch eine klassische „Buy-the-Dip“-Situation schaffen.
Derzeit befindet sich Ethereum im Spannungsfeld zwischen starkem Verkaufsdruck und Anzeichen möglicher Unterbewertung. Ob der Markt zunächst weiter fällt oder rasch eine Erholung einsetzt, hängt stark vom allgemeinen Sentiment und neuen Kapitalzuflüssen ab. Zuletzt fiel auch der Bitcoin-Kurs unter 64.000 US-Dollar nach geopolitischen Spannungen, was zusätzlichen Druck auf den gesamten Kryptomarkt ausübt.
