Sollte sich die Niederlande für eine Vermögenszuwachssteuer (VAB) oder eine Vermögensgewinnsteuer (VWB) entscheiden? Laut Analyst Bert Slagter macht diese Wahl einen erheblichen Unterschied für Sparer und Anleger. Seine Schlussfolgerung ist eindeutig: Die VAB begünstigt Sparer, während die VWB insbesondere für Anleger mit einem langen Anlagehorizont attraktiv ist.
Wer profitiert von VAB und wer von VWB?
Bei einer VAB wird jährlich die Wertsteigerung des Vermögens besteuert – unabhängig davon, ob ein Verkauf erfolgt. Bei einer VWB fällt die Steuer erst bei Realisierung des Gewinns an. Auf makroökonomischer Ebene kann das Steueraufkommen identisch sein, auf individueller Ebene unterscheiden sich die Auswirkungen jedoch deutlich.
Laut Slagter zeigt sich grundsätzlich folgendes Muster: Die VAB ist vorteilhafter bei niedrigeren Renditen und kürzeren Laufzeiten. Die VWB wird attraktiver, je höher die Rendite ist und je länger das Vermögen investiert bleibt. Dieser Wendepunkt verschiebt sich abhängig von der durchschnittlichen Rendite und der durchschnittlichen Haltedauer in Box 3.
Da etwa die Hälfte des Box-3-Vermögens aus Spareinlagen besteht, liegt die durchschnittliche Rendite relativ niedrig und die durchschnittliche Laufzeit eher kurz. Dadurch ist ein VAB-System im Durchschnitt günstiger für Sparer.
Langfristige Anleger zahlen den Preis
Für Anleger mit langfristigem Horizont kann der Unterschied erheblich sein. Slagter berechnet, dass ein VAB-Satz von 36 % für jemanden, der 30 Jahre lang durchschnittlich 12 % Rendite erzielt, einer VWB von 72 % entsprechen kann. Das verdeutlicht, wie stark sich ein hoher VAB-Satz bei langfristigem Vermögensaufbau auswirkt.
Bei einer Haltedauer von einem Jahr sind beide Systeme per Definition gleich. Danach entsteht ein Break-even-Punkt. Für kurze Zeiträume liegt der Vorteil bei der VAB, doch mit steigender Rendite und längerer Laufzeit verschiebt sich der Vorteil zugunsten der VWB.
In realistischeren Szenarien, etwa bei acht Jahren und 5 % Rendite, entspricht eine VWB von 36 % ungefähr einer VAB von 33 %, um haushaltsneutral zu bleiben. Dennoch bleiben die Auswirkungen auf einzelne Haushalte sehr unterschiedlich.
Was möchte die Politik eigentlich fördern?
Die Diskussion berührt eine grundlegende politische Entscheidung. In Brüssel und Den Haag besteht der Wunsch, Haushalte stärker zum Investieren statt zum Sparen zu bewegen. Eine gut ausgestaltete VAB kann laut Slagter effizienter sein und weniger Verzerrungen verursachen als eine VWB.
Dafür müsste der Steuersatz jedoch deutlich gesenkt werden. Eine VAB von 20 % hält er für attraktiver als eine VWB von 36 %. Bleibt der VAB-Satz hingegen bei rund 36 %, stellt dies seiner Ansicht nach eine erhebliche Bremse für das Investitionsklima dar.
Die Kernfrage bleibt somit bestehen: Möchte die Niederlande Vermögenserhalt durch Sparen oder Vermögensaufbau durch Investitionen fördern? Das gewählte Steuersystem wird letztlich bestimmen, welche Richtung für Haushalte am attraktivsten wird. Zuvor berichteten wir bereits über die Verschiebung der Abstimmung über Box 3 im Senat, was die Unsicherheit rund um dieses Thema weiter erhöht.
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