Upbit, die größte Krypto-Börse Südkoreas, hat offiziell ihre eigene Layer-2-Blockchain gestartet: GIWA, kurz für Global Infrastructure for Web3 Access. Diese neue Blockchain, gebaut auf dem OP Stack von Optimism, soll Web3 zugänglicher machen und richtet sich sowohl an koreanische als auch an internationale Entwickler.
Ethereum ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Von koreanischen Wurzeln zu globalen Ambitionen
Technisch betrachtet ist GIWA eine Ethereum-Layer-2 mit voller EVM-Kompatibilität. Das bedeutet, dass Entwickler bestehende Solidity-Verträge und Tools problemlos auf dieses Netzwerk migrieren können. Mit Blockzeiten von nur einer Sekunde und niedrigen Transaktionskosten setzt GIWA auf Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit. Laut der offiziellen Dokumentation ist das Netzwerk bereits im Testnet Sepolia live, während eine öffentliche Wallet in Entwicklung ist.
Während Analysten zunächst annahmen, GIWA würde sich auf den koreanischen Markt beschränken, zeigt sich nun das Gegenteil. Dunamu, die Muttergesellschaft von Upbit, nutzt ihr Netzwerk in Südostasien, um die Blockchain international auszurollen. Die GIWA-Wallet unterstützt mehrere Netzwerke, darunter Ethereum, Arbitrum, Polygon, Avalanche und Base – ein klares Zeichen für den Fokus auf Interoperabilität.
Mehr als nur Technologie
Der Name „GIWA“ verweist auf traditionelle koreanische Dachziegel – eine bewusste Entscheidung von Dunamu, um kulturelles Erbe mit digitaler Innovation zu verbinden. Das Projekt folgt dem Beispiel von Coinbase’s Base und startet ebenfalls ohne nativen Token. Auch die Stablecoin-Pläne von GIWA hängen von künftigen Regulierungen in Südkorea ab.
Die Blockchain wird als Infrastruktur positioniert, nicht als spekulatives Projekt. GIWA soll unter anderem Staking, Stablecoins, Tokenisierung realer Vermögenswerte und Belohnungsprogramme unterstützen. Ziel ist es, Entwicklern eine solide Grundlage für Web3-Dienste zu bieten – ergänzt durch zusätzliche Privatsphäreschichten und Einblicke aus den umfangreichen Marktdaten, die Upbit sammelt.
Ein strategischer Schritt von Upbit
Nach Ansicht von Analysten ist GIWA nicht nur ein Technologieprojekt, sondern auch ein notwendiger Schritt in Upbits Bemühungen um Diversifizierung. Die Börse sieht sich im Heimatmarkt mit rückläufigen Volumina und wachsender Konkurrenz konfrontiert. Durch den Aufbau eigener Infrastruktur kann Upbit seine Nutzerbasis und Liquidität nutzen, um ein Ökosystem zu schaffen, das weniger abhängig von Handelsgebühren ist.
Besuchen Sie die offizielle GIWA-VIP-Seite für weitere Details zum Projekt und zur Präsentation auf der Upbit Developer Conference 2025.
