Analyst Adam Livingston führt einen härtesten Stresstest für MicroStrategy (MSTR) durch, und die Ergebnisse sind auffällig. Selbst im schwärzesten Szenario geht das Unternehmen nicht bankrott, aber die Menge an Bitcoin pro Stammaktie kann dramatisch schrumpfen. Der Test geht von einem Bitcoin-Kurs aus, der auf 26.611 US-Dollar einbricht, von geschlossenen Kapitalmärkten und erzwungenen Bitcoin-Verkäufen zur Schuldentilgung.
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Was genau beinhaltet der Stresstest?
Livingston testet das Szenario, bei dem der Bitcoin-Kurs in den ersten sechs Monaten um 55% auf 26.611 US-Dollar fällt. Dabei sinkt der mNAV (das Verhältnis zwischen Marktwert und Nettovermögen in Bitcoin) auf unter 0,50x, der Zugang zu den Kapitalmärkten fällt weg und die Kasse von MSTR leert sich. Das Unternehmen wäre dann gezwungen, Bitcoin zu verkaufen, um seine Senior-Schulden zu begleichen.
In diesem Szenario steigt die sogenannte Claim-Quote von 41,5% auf 96,7%. Das bedeutet, dass die Gläubiger einen immer größeren Anteil der gesamten Bitcoin-Reserven beanspruchen. Die Kasse geht im neunten Monat zur Neige, woraufhin MSTR über drei Jahre hinweg insgesamt 115.727 Bitcoin verkaufen muss. Dennoch behält das Unternehmen am Ende des Testzeitraums noch immer 731.636 Bitcoin übrig, mit einem mNAV von 1,40x.
Keine Todes-Spirale, aber eine schmerzhafte Verwässerung
Livingstons große Schlussfolgerung ist, dass das Risiko für Stammaktionäre nicht in einer plötzlichen Insolvenz oder einer sogenannten Todes-Spirale liegt, sondern in der enormen Verwässerung von Bitcoin pro Aktie. Diese sinkt im Worst-Case-Szenario von 138.161 Satoshis pro Aktie auf nur 7.884 Satoshis. Der modellierte Aktienkurs von MSTR fällt in diesem Fall auf 1,01 US-Dollar.
Dies sind wichtige News zu einem Zeitpunkt, da Bitcoin bereits unter Druck steht. Der Kurs schwankt derzeit um die 60 US-DollarK, ein Rückgang von 2,6% in den letzten 24 Stunden. Bereits früher in dieser Woche gab es zunehmende Panikverkäufe unter 60.000 US-Dollar. Livingston stellt also fest, dass MSTR in einem extrem negativen Szenario überlebt, der Wert für Stammaktionäre jedoch stark ausgehöhlt werden kann.
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