Große Ethereum-Inhaber sitzen zum ersten Mal seit 2019 kollektiv im Minus. Selbst während des schweren Marktcrashs von 2022 blieb die größte Gruppe, mit mehr als 100.000 ETH in der Tasche, noch profitabel. Jetzt stehen alle drei Whale-Kategorien gleichzeitig auf Verlust, eine Situation, die bereits einige Wochen anhält und historisch gesehen mit einer Bodenbildung am Markt zusammenfällt.
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Alle Whale-Kategorien tief im Rot
Laut On-Chain-Daten von CryptoQuant zeigen alle drei untersuchten Gruppen eine negative unrealized profit ratio. Die kleinste Kategorie, Wallets mit 1.000 bis 10.000 ETH, steht bei einer Ratio von -0,26. Die mittlere Gruppe, zwischen 10.000 und 100.000 ETH, verzeichnet -0,21. Selbst die allergrößten Inhaber mit mehr als 100.000 ETH stehen inzwischen im Rot mit einer Ratio von -0,05.
Letzteres ist bemerkenswert. Während des Bärenmarktes 2022, als der Ethereum-Kurs massiv einbrach, wussten die schwersten Akteure ihren Gewinn dennoch zu bewahren. Die Tatsache, dass selbst sie jetzt Verlust machen, macht die aktuelle Situation langfristig einzigartig. Der Ethereum-Kurs steht derzeit bei 1.550 US-Dollar, ein Rückgang von 5,3% in den letzten 24 Stunden.
Historisch gesehen ein Signal für eine Bodenbildung
Analyst Darkfost weist darauf hin, dass diese Situation auf einer längeren Zeitskala betrachtet werden muss. Der Vergleich mit 2019 ist relevant: auch damals standen die Whales zeitweise auf Verlust, und jene Periode erwies sich im Nachhinein als Markierung einer Bodenbildung. Die Frage ist nun, ob die derzeitige Phase einen ähnlichen Wendepunkt für Ethereum einläutet.
Bemerkenswerterweise findet Darkfost, dass ETH sich unter den Umständen recht gut hält. Der Druck auf große Inhaber ist sichtbar, aber von einer kompletten Kapitulation ist noch keine Rede. Das Verhalten von Whales in solchen Perioden gibt oft einen Vorgeschmack auf breitere Marktbewegungen. Gleichzeitig zeigen auch die ETF-Flüsse seit mehreren Tagen ein negatives Bild, wie Blockchainstories berichtet.
