Indien geht dieses Jahr schärfer gegen Kryptowährungs-Steuerhinterziehung vor als je zuvor. Die indische Steuerbehörde versendet mehr als 44.000 Steuerbescheide für sogenannte Virtual Digital Assets (VDAs) und hat bereits nicht deklarierte Kryptowährungs-Einkünfte in Höhe von über Rs 888 crore (104 Mio. US-Dollar) aufgespürt. Das berichtet The Economic Times.
Neue Regeln zwingen Börsen zu mehr Transparenz
Ab dem Steuerjahr 2026 sind Kryptobörsen, Verwahrer und Wallet-Anbieter verpflichtet, Transaktionsdaten auf Nutzerebene direkt an die indische Steuerbehörde zu übermitteln. Diese Daten werden automatisch mit den eingereichten Steuererklärungen der Anleger verglichen. Weicht der angegebene Gewinn im VDA-Teil der Erklärung von dem ab, was eine Börse gemeldet hat, dann kennzeichnet das System dies sofort als Abweichung.
Die Regeln für die Kryptowährungsbesteuerung selbst haben sich nicht geändert: Gewinne aus digitalen Vermögenswerten werden mit 30% besteuert, während bestimmte Transaktionen einer Quellensteuer von 1% (TDS) unterliegen. Anleger sind verpflichtet, jeden Trade, Swap und Verkauf einzeln in ihrer Erklärung anzugeben. Es reicht also nicht mehr aus, nur das Endergebnis anzugeben.
Steuerbehörde setzt Blockchain-Analyse ein
Die Steuerbehörde beschränkt sich nicht auf Daten von Börsen. Die Dienststelle nutzt aktiv Annual Information Statements, TDS-Registrierungen von Börsen sowie Blockchain-Analysen, um Einkünfte zurückzuverfolgen. Die Lücke zwischen dem, was Anleger angeben, und dem, was das System sieht, wird dadurch immer kleiner.
Dieses Vorgehen zeigt, dass Regierungen weltweit immer besser in der Lage sind, Kryptowährungs-Investitionen zu verfolgen. Wer seine Kryptowährungsgewinne nicht korrekt angibt, läuft dadurch ein immer größeres Risiko einer Nachzahlung oder Geldbuße. Für jeden, der aktiv über eine Kryptobörse handelt, ist es daher ratsam, sämtliche Transaktionen sorgfältig zu dokumentieren.
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