Der Kryptowaehrungs-Ermittler ZachXBT schlägt erneut Alarm wegen einer verdächtigen Kryptowaehrungsboerse. Dieses Mal richtet er seinen Fokus auf JuCoin, eine ostasiatische zentralisierte Boerse, von der mehrere Nutzer in der vergangenen Woche berichten, dass sie ihr Geld nicht abheben können. ZachXBT teilt seine Erkenntnisse und weist auf eine Reihe von Warnsignalen hin, die er bereits früher festgestellt hatte.
Reserven in Hoehe von 511 Millionen US-Dollar stehen in Frage
Eine aktuelle Analyse der Proof-of-Reserves von JuCoin legt nahe, dass die selbst gemeldeten Reserven in Hoehe von 511 Millionen US-Dollar wahrscheinlich ueberhoeht sind. Der Grossteil dieses Betrags besteht aus USDC und USDT, die auf dem eigenen Netzwerk von JuCoin namens JuChain ausgegeben wurden, ohne eindeutige Deckung. Dies wirft ernste Fragen zur tatsaechlichen finanziellen Lage der Plattform auf.
ZachXBT weist auch auf die undurchsichtige Eigentuemerstruktur von JuCoin hin. Das oeffentlich genannte Team scheint das Unternehmen nicht tatsaechlich zu leiten, was einem Muster entspricht, das haeufiger bei betruegerischen Offshore-Boersen auftritt. Zudem aendert JuCoin regelmaessig seinen Namen: Das Unternehmen war zuvor als Jubi, danach als JuCoin und jetzt als Joy Universe oder kurz Ju bekannt. ZachXBT hatte bereits im Maerz 2025 vor der Plattform gewarnt, als sie sich als Platinum-Sponsor fuer Token 2049 Singapore ankwendigte.
Mehrere Vorfälle und eine Stellungnahme von JuCoin
Es ist nicht das erste Mal, dass JuCoin in die Schlagzeilen geraet. ZachXBT berichtet, dass JuDAO im Jahr 2025 in einen Vorfall in Hoehe von nicht weniger als 20 Millionen US-Dollar verwickelt war, und im April 2026 folgte erneut ein Angriff, bei dem 225.000 US-Dollar durch einen Smart-Contract-Exploit erbeutet wurden. Diese Reihe von Vorfällen verstaerkt die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Zuverlaessigkeit der Plattform, zu der ZachXBT bereits frueher Fragen zu Exit-Liquiditaetskonstruktionen bei anderen Projekten gestellt hatte.
JuCoin selbst fuehrt die Verzoegerung bei Auszahlungen auf Plattform-Upgrades und eine interne Umstrukturierung zurueck. Das Unternehmen gibt an, dass es sich um voruebergehende technische Gruende handele, doch angesichts der Geschichte von Namensaenderungen, unklaren Reserven und frueheren Exploits klingt diese Erklaerung fuer viele wenig ueberzeugend. Nutzer, die Gelder auf der Plattform haben, wird geraten, besonders vorsichtig zu sein.
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