Die südkoreanische Polizei leitet eine Untersuchung gegen lokale Nutzer von Polymarket, der weltweit größten Prognoseplattform, ein. Die Nutzer stehen im Verdacht des illegalen Glücksspiels, und es ist das erste Mal, dass südkoreanische Behörden ein solches Verfahren gegen Nutzer dieser Plattform anstrengen.
Gangwon-Polizei leitet die Untersuchung
Die Untersuchung wird von der Gangwon-Provinzpolizei auf Ersuchen der nationalen Polizeibehörde geleitet. Die Verdächtigen wohnen über das ganze Land verteilt, darunter in der Provinz Gangwon. Polymarket ist in den USA legal, fällt aber in Südkorea unter die Kategorie illegales Glücksspiel, da die Plattform kein offiziell anerkannter Glücksspieldienst ist.
Gemäß dem südkoreanischen Gesetz ist das Glücksspiel auf anderen Plattformen als dem staatlich geförderten Sports Toto verboten. Nutzer, die erwischt werden, riskieren eine Geldstrafe von bis zu 10 Millionen Won gemäß Artikel 246 des Strafgesetzbuches. Bemerkenswert ist, dass Polymarket in Südkorea ohne Nutzung eines VPN oder anderer Umgehungsmethoden ganz normal zugänglich ist.
Hohe Einsätze rund um die Kommunalwahlen
Anlass für die Untersuchung scheint unter anderem die enorme Aktivität auf der Plattform rund um die südkoreanischen Kommunalwahlen vom 3. Juni zu sein. Laut ChosunBiz, das als Erstes über die Untersuchung berichtete, belief sich das gesamte Einsatzvolumen auf diesen Märkten auf mehrere zehn Milliarden Won.
Es ist noch unklar, wie viele Nutzer genau unter die Lupe genommen werden. Der Fall ist jedenfalls ein Signal, dass südkoreanische Behörden auch ausländische Prognoseplattformen nicht ungeschoren davonkommen lassen, wenn lokale Einwohner sie aktiv nutzen.
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