Kryptowaehrungsboersen werden zunehmend zur Eintrittspforte in den globalen Aktienmarkt. Das stellt Binance Research in einem neuen Report fest, in dem das Unternehmen große Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre ausspricht. Vor allem Nutzer aus Schwellenländern spielen darin eine zentrale Rolle.
Binance Research ist bei Bitvavo und Bybit erhältlich.
300 Millionen neue Aktienanleger via Kryptowaehrungsboersen
Laut dem Report kann der Kryptowaehrungssektor bis 2031 satte 2 Billionen US-Dollar an zusätzlichem Kapital sowie fast 300 Millionen neue Anleger an den globalen Aktienmarkt bringen. Im optimistischsten Szenario steigen die Zahlen noch weiter: Kryptowaehrungsnutzer könnten dann jährlich für 5 Billionen US-Dollar an inkrementellem Aktienkapital generieren, und das innerhalb von fünf Jahren.
Binance Research stützt diese Schätzungen auf ein Modell, das bei der weltweiten Gesamtzahl der Kryptowaehrungsnutzer ansetzt. Anschließend berücksichtigt es die Reichweite der Boersen, die Eignung der Nutzer und die Adoptionsrate, um so die Anzahl der aktiven Aktienhändler zu berechnen. Diese Zahl multipliziert mit der durchschnittlichen Positionsgröße ergibt eine Gesamtschätzung des eingesetzten Kapitals. Auffälliges Detail: Rund 93 % der Nutzer, die über Binance bereits in Aktien handeln, stammen aus Schwellenländern.
Stablecoins und tokenisierte Aktien senken die Hürde
Der Report weist auch auf die Rolle von Stablecoins und tokenisierten Aktien hin, um grenzüberschreitendes Investieren zugänglicher zu machen. Mittels Stablecoin-Abwicklung von Aktienhandel und Tokenisierung von Aktien können die Kosten für internationale Transaktionen deutlich sinken. Dies macht Investitionen für Nutzer in Ländern mit eingeschränktem Zugang zu traditionellen Finanzdienstleistungen wesentlich realisierbarer. Bereits zuvor kündigte Binance eine Zusammenarbeit mit Alpaca an für den Handel mit Aktien und ETFs, was an diese breitere Strategie anknüpft.
Darüber hinaus stellt Binance Research fest, dass TradFi-gekoppelte Perpetuals inzwischen etwa 10 % des gesamten Stablecoin-Handelsvolumens ausmachen. Das zeigt, dass die Trennung zwischen traditionellen Finanzmärkten und der Kryptowaehrungswelt weiter verschwimmt. Auch andere Akteure in der Branche bewegen sich in diese Richtung: So lancierten Stripe, Visa und Mastercard jüngst ein gemeinsames Stablecoin-Plattform.
