Der Bitcoin-Kurs steht unter starkem Druck. Im vergangenen Monat fällt Bitcoin um mehr als 16%, während der S&P 500 etwa 5% gewinnt. Laut Jim Ferraioli von Charles Schwab hat das wenig mit dem kleinen Bitcoin-Verkauf durch Strategy zu tun, sondern es geht um etwas Grundlegenderes: Bitcoin verliert seinen Status als attraktiver Momentum-Trade.
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Kapital fließt in andere Sektoren ab
Ferraioli erklärt, dass Anleger ihr Geld derzeit lieber woanders anlegen. Sektoren wie KI, Gold, Rohstoffe und vielversprechende Börsengänge ziehen nun die Aufmerksamkeit des Kapitals auf sich, das zuvor in Richtung Bitcoin floss. Diese Verschiebung führt dazu, dass der Bitcoin-Kurs gegenüber anderen Anlagekategorien, die derzeit mehr Momentum zeigen, an Boden verliert.
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert Bitcoin bei rund 63.371 US-Dollar, ein Rückgang von 5,3% in den letzten 24 Stunden. Der jüngste Rückgang fügt sich in einen breiteren Trend ein, bei dem die Bitcoin-ETF-Abflüsse die längste Abflussperiode aller Zeiten zeigen, was darauf hindeutet, dass auch institutionelle Anleger vorsichtiger werden.
Nicht der Verkauf von Strategy, sondern Verlust an Momentum
In letzter Zeit gab es viel Aufmerksamkeit für den Streit auf Polymarket um den Bitcoin-Verkauf durch Strategy, aber Ferraioli stellt fest, dass dies lediglich eine Nebensache ist. Die eigentliche Ursache der Underperformance liegt seiner Meinung nach in der Tatsache, dass Bitcoin schlichtweg nicht mehr der attraktivste Ort für Anleger ist, die auf der Suche nach schnellen Gewinnen sind.
Es ist auffällig, dass Charles Schwab gleichzeitig an einer weiteren Expansion im Kryptowaehrungsmarkt arbeitet. So plant das Unternehmen Kryptowaehrungs-Spot-Trading für Berater im Jahr 2027. Trotz des aktuellen Kursrückgangs bleibt das Interesse großer Finanzinstitute an Bitcoin also bestehen. Analysten, die den Reserve Risk betrachten, sehen gerade Akkumulationschancen für Bitcoin auf dem aktuellen Niveau, was darauf hindeutet, dass langfristige Anleger den Dip möglicherweise als Einstiegszeitpunkt betrachten.
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