Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA schlägt bei Fußballclubs in der Premier League und anderen Ligen Alarm. Sponsoringverträge mit nicht lizenzierten Kryptowaehrungsunternehmen und Handelsplattformen bergen nach Ansicht der Aufsichtsbehörde ernste Risiken, darunter rechtliche Haftung, Geldwäschepraktiken und Reputationsschäden. Die FCA ruft die Clubs dazu auf, ihre Kontrollen von Sponsorenpartnern erheblich zu verschärfen.
Nicht lizenzierte Unternehmen missbrauchen Sport-Sichtbarkeit
Die Financial Conduct Authority stellt fest, dass einige nicht lizenzierte Kryptowaehrungsunternehmen bewusst die große Sichtbarkeit nutzen, die Fußballsponsoring bietet, um ihre Produkte bei Fans zu bewerben. Dies tun sie, obwohl sie offiziell gar nicht befugt sind, im Vereinigten Königreich tätig zu sein. Damit verstoßen sie nach Angaben der FCA gegen die britischen Regeln zur Finanzwerbung.
Derartige Konstruktionen stellen nicht nur ein Risiko für die Clubs selbst dar, sondern auch für Fans, die mit Diensten von Parteien in Kontakt kommen, die außerhalb der Aufsicht fallen. Bereits zuvor haben wir gesehen, wie Kriminelle gestohlene Kryptowaehrungen zu waschen versuchen über verschiedene Wege, und die Nutzung von Sportsponsoring als Marketingkanal fügt sich in dasselbe breitere Muster der Umgehung von Aufsichtsmaßnahmen ein.
Clubs müssen selbst Verantwortung übernehmen
Die FCA betont die Verantwortung der Clubs. Diese sind nach Ansicht der Aufsichtsbehörde verpflichtet, gründlich zu prüfen, mit wem sie zusammenarbeiten, bevor sie einen Sponsorenvertrag unterzeichnen. Die Verbindung eines bekannten Clubnamens mit einer Kryptowaehrungsplattform, die nicht über die erforderlichen Lizenzen verfügt, kann auch den Club selbst in rechtliche Schwierigkeiten bringen.
Die Warnung fügt sich in einen breiteren Trend ein, bei dem britische Regulierungsbehörden zunehmend streng gegen nicht lizenzierte Anbieter im Kryptowaehrungssektor vorgehen. Während große traditionelle Akteure wie Charles Schwab Pläne für regulierten Kryptowaehrungsspothandel macht, bleiben also auch Akteure aktiv, die bewusst außerhalb des regulären Aufsichtsrahmens operieren und dies durch Sportmarketing zu verschleiern versuchen.
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