Barry Silbert, CEO von Digital Currency Group (DCG), sieht eine große Zukunft für datenschutzorientierte Kryptowährungen wie Zcash. Seinen Aussagen zufolge werden in den kommenden Jahren 5 % bis 10 % des Kapitals, das derzeit in Bitcoin gebunden ist, in Projekte mit Schwerpunkt auf Privatsphäre umgeschichtet. In einer Präsentation auf der Bitcoin Investor Week in New York bezeichnete er diese Art von Krypto als eine „asymmetrische Chance“, vergleichbar mit den frühen Tagen von Bitcoin.
Zcash ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Bitcoin bleibt stark – aber Zcash könnte laut Silbert um das 500-Fache steigen
Silbert betont zwar, dass er weiterhin optimistisch in Bezug auf Bitcoin ist, sieht das Renditepotenzial jedoch als begrenzt an.
„Sofern der US-Dollar nicht vollständig kollabiert, wird Bitcoin keine 500-fache Steigerung mehr erleben“, so der CEO. „Aber Zcash? Durchaus möglich.“
Auch andere Projekte wie Bittenser, eine auf Privatsphäre und KI ausgerichtete Blockchain, hält er für potenziell explosiv im Hinblick auf die Rendite.
DCG gilt als Pionier institutioneller Bitcoin-Investitionen. Die Tochtergesellschaft Grayscale brachte bereits 2013 den Grayscale Bitcoin Trust auf den Markt, der inzwischen in einen der meistgehandelten Spot-Bitcoin-ETFs umgewandelt wurde. Dennoch sieht Silbert das anonyme Narrativ rund um Bitcoin als verloren – insbesondere durch den Aufstieg von Überwachungsfirmen wie Chainalysis und Elliptic.
„Die erste Blockchain wird keine echten Datenschutzfunktionen erhalten“, prognostiziert er.
Privatsphäre erhält institutionelle Aufmerksamkeit
Die Aussagen von Silbert kommen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Grayscale bietet bereits einen öffentlichen Fonds für Zcash über den Grayscale Zcash Trust an, der möglicherweise in einen ETF umgewandelt wird. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen auch ein Investitionsvehikel für ZEN, die native Coin von Horizen. Zudem betrachtet Silbert Zcash als Absicherung gegen Risiken wie Quantencomputer, die andere Kryptowährungen potenziell gefährden könnten.
Mit Paul Atkins, einem ehemaligen SEC-Kommissar, an der Spitze der US-Aufsichtsbehörde fühlt sich Silbert nach eigenen Angaben wohler dabei, öffentlich über finanzielle Privatsphäre zu sprechen.
„Privatsphäre ist momentan mein Ding“, scherzte er während seiner Rede.
Er schließt mit einer klaren Vision: Wer jetzt in Privacy-Coins wie Zcash investiert, steht möglicherweise am Anfang einer Rendite, die an Bitcoin im Jahr 2012 erinnert. Gleichzeitig warnen Analysten, dass der Verkaufsdruck bei Bitcoin zuletzt gestiegen ist – ein Umstand, der Kapitalumschichtungen im Markt beschleunigen könnte.
