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Europäische Banken bündeln Kräfte für Euro-Stablecoin
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Europäische Banken bündeln Kräfte für Euro-Stablecoin

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Der europäische Kampf um digitale Souveränität erhält prominente Verstärkung. Die spanische Bank BBVA, mit Vermögenswerten in Höhe von 800 Milliarden US-Dollar, ist dem Qivalis-Konsortium beigetreten. Dieses Bündnis aus inzwischen zwölf großen europäischen Banken arbeitet an einem regulierten Stablecoin, der an den Euro gekoppelt ist. Ziel ist es, die Marktmacht von Dollar-basierten Stablecoins wie USDT und USDC zu begrenzen.

Laut BBVA ist das Ziel von Qivalis, eine Währung zu schaffen, die den strengen Vorgaben des europäischen MiCA-Rahmenwerks entspricht. Der Stablecoin soll vollständig durch Vermögenswerte bei europäischen Banken gedeckt sein und blockchainbasierte Zahlungen und Abwicklungen ermöglichen – ohne Abhängigkeit von außereuropäischen Akteuren.

Große Namen bündeln Kräfte

Qivalis vereint unter anderem BNP Paribas, ING, UniCredit, CaixaBank, SEB, Danske Bank und nun auch BBVA. Das Konsortium hat seinen Sitz in Amsterdam und beantragt derzeit eine Lizenz bei der Niederländischen Zentralbank, um als E-Geld-Institut operieren zu dürfen. Diese Zulassung ist entscheidend für die rechtmäßige Emission von Stablecoins innerhalb der EU.

Die Einführung des Euro-Stablecoins ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant – sobald die technischen und regulatorischen Grundlagen vollständig umgesetzt sind. Damit bringt Europa endlich eine robuste Alternative zu den derzeit dominierenden, dollarbasierten Stablecoins auf den Markt, die über 99 % des Sektors ausmachen.

Eine europäische Alternative für digitale Zahlungen

Laut Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis und ehemaliger Geschäftsführer von Coinbase Deutschland, dreht sich dieses Projekt um Vertrauen, Regulierung und Interoperabilität.

„Mit dem Beitritt von BBVA vereinen wir zwölf europäische Banken mit einem gemeinsamen Ziel: den Aufbau einer sicheren Infrastruktur für digitale Euro-Zahlungen“, so Sell gegenüber CoinDesk.

BBVA selbst bezeichnet das Projekt als einen wichtigen Schritt in Richtung eines neuen Bankmodells, in dem digitale Vermögenswerte eine größere Rolle spielen. Es baut auf bisherigen Blockchain-Erfahrungen der Bank auf – etwa dem Agorá-Projekt unter Leitung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und einer Kooperation mit SWIFT zur Token-Registrierung zwischen Banken.

Mit diesem Vorstoß geht Europa einen klaren Schritt in Richtung eines eigenen, regulierten Stablecoin-Ökosystems, das besser zu den Ambitionen von Banken, Unternehmen und Regulierungsbehörden auf dem Kontinent passt.

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