Bitcoin kämpft weiterhin mit einem Mangel an Momentum – und ein Blick auf den Futures-Markt erklärt, warum. Laut neuen Daten von @Darkfost_Coc, basierend auf CryptoQuant, ist das offene Interesse (Open Interest) an Bitcoin-Futures seit November 2025 kontinuierlich rückläufig. Das verringert vorerst die Wahrscheinlichkeit für eine klare Trendwende.
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Sinkendes Open Interest hemmt Trendbildung
Die Daten zeigen, dass die wöchentliche prozentuale Veränderung des Open Interest seit Anfang November fast durchgehend negativ war. Nur Anfang Januar kam es zu einem kurzfristigen Anstieg – begleitet von einer positiven Kursreaktion. Doch diese Bewegung war nicht von Dauer.
Im Futures-Markt gilt Open Interest oft als Indikator für Marktdynamik. Ein steigendes Open Interest – insbesondere in Verbindung mit positiven Funding-Raten – deutet in der Regel auf eine beginnende oder sich verstärkende Trendphase hin, da neue Long-Positionen hinzukommen. Der derzeitige Rückgang erzählt das Gegenteil: Positionen werden massiv abgebaut.
Deleveraging kann den Markt stabilisieren
Auch wenn die Entwicklung kurzfristig bärisch wirkt, weist Darkfost darauf hin, dass solche Phasen auch gesund für den Markt sein können. Weniger Leverage bedeutet weniger Risiko für plötzliche Liquidationen – und damit eine potenziell stabilere Basis für zukünftiges Wachstum. Dieses „Deleveraging“ ist typisch nach Phasen übermäßiger Spekulation.
Futures sind nach wie vor das Herzstück des Kryptomarkts, wenn es um Handelsvolumen geht. Deshalb ist es entscheidend, neben Spotpreisen auch die Derivatemärkte genau zu beobachten. Solange das Open Interest weiter sinkt, ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin kurzfristig einen klaren Aufwärtstrend etabliert.
