Kyle Samani, ehemaliger Mitgründer von Multicoin Capital, macht aus seiner Meinung über Hyperliquid keinen Hehl. Seiner Ansicht nach ist die dezentralisierte Handelsplattform nicht mehr als „Binance 2.0 ohne Marketingteam“. Samani geht noch einen Schritt weiter und behauptet, dass US-amerikanische Unternehmen überhaupt nicht mit Hyperliquid zusammenarbeiten wollen.
Samani kritisiert vor allem die technischen Entscheidungen, die Hyperliquid während der Entwicklung getroffen hat. Diese Entscheidungen mögen in einer zentralisierten Umgebung durchaus funktionieren, seien aber seiner Meinung nach völlig inkompatibel mit einem erlaubnisfreien dezentralisierten Setting. Deshalb liege Hyperliquid laut Samani mehrere Schritte hinter seinen Konkurrenten zurück.
Technische Einschränkungen in einer dezentralisierten Umgebung
Samani Kritik trifft ein grundlegendes Problem, mit dem viele Projekte kämpfen. Wenn ein Unternehmen ein System mit dem Gedanken der Zentralisierung entwirft, sind bestimmte Ansätze viel einfacher umzusetzen. Diese Kompromisse wirken sich jedoch negativ aus, wenn man später versucht, auf eine vollständig dezentralisierte Architektur umzusteigen.
Für Hyperliquid bedeutet dies, dass die Plattform in der Entwicklung echter Dezentralisierung zurückbleibt. Die Architektur der Plattform sei laut Samani nicht bereit für den Schritt zu einem vollständig erlaubnisfreien System, in dem niemand ein Torwächter oder eine zentrale Autorität ist.
Keine Partnerschaften mit US-amerikanischen Unternehmen möglich
Ein weiterer wunder Punkt, den Samani anspricht, ist der beschädigte Ruf. Die Tatsache, dass „keine echten US-Unternehmen“ mehr mit Hyperliquid zusammenarbeiten wollen, deutet darauf hin, dass die Plattform ernsthafte Probleme in den Bereichen Regulierung und Compliance hat. Dies kann Partner abschrecken.
Trotz dieser Kritik notiert Hyperliquid heute bei einem Kurs von 66,33 US-Dollar, mit einem Rückgang von 1,0 % in den letzten 24 Stunden. Frühere technische Probleme, wie ein Fehler in den Oracle-Daten, der den SpaceX-Perpetual um 45 % abstürzen ließ, haben die Plattform bereits unter Druck gesetzt.
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