Der Kryptomarkt zeigt derzeit eine auffällige Zweiteilung. Während Kapital weiterhin in Stablecoins auf Ethereum auf Rekordhöhen wächst, bricht das Interesse an öffentlichen Tokenverkäufen stark ein. Neue Daten deuten darauf hin, dass große Investoren weiterhin aktiv sind, während Privatanleger zunehmend weniger Zugang zu frühen Investitionsrunden erhalten.
Ethereum ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Stablecoins auf Ethereum erreichen Rekordniveau
Die Gesamtmenge an Stablecoins auf Ethereum liegt inzwischen über 180 Milliarden $, ein neues Allzeithoch. In den vergangenen drei Jahren ist dieses Segment um etwa 150 % gewachsen, was die Rolle von Ethereum als finanzielles Fundament innerhalb der Kryptowährungen weiter stärkt.
Laut Daten von Token Terminal repräsentiert Ethereum derzeit rund 60 % des gesamten Stablecoin-Marktes. Die Erwartungen für die kommenden Jahre bleiben ambitioniert: Bis zu 1,7 Billionen $ zusätzliches Kapital könnten on-chain fließen. Selbst wenn der Marktanteil von Ethereum auf 50 % sinkt, würde dies immer noch einen potenziellen Zufluss von etwa 850 Milliarden $ bis 2030 bedeuten.
Dieses Wachstum zeigt, dass große Marktteilnehmer weiterhin auf Blockchain-Infrastruktur setzen, trotz Schwankungen im Markt. Weitere Einblicke finden sich auf X sowie in aktuellen Entwicklungen wie dem starken Anstieg von USDC auf Solana.
Öffentliche Tokenverkäufe brechen ein
Gleichzeitig zeigt ein anderer Teil des Marktes einen starken Rückgang. Öffentliche ICO-, IDO- und IEO-Runden erreichen den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Im Februar 2026 werden nur 46,8 Millionen $ eingesammelt, während es im Juni 2025 noch 698 Millionen $ waren – ein Rückgang von 93 % in nur acht Monaten.
Bemerkenswert ist, dass dies nicht bedeutet, dass weniger Kapital im Kryptomarkt vorhanden ist. Bezieht man auch private Finanzierungsrunden ein, zeigt sich, dass im Dezember 2025 noch rund 14,5 Milliarden $ eingesammelt wurden. Im Januar und Februar 2026 liegen diese Werte weiterhin bei etwa 2,17 Milliarden $ beziehungsweise 1,21 Milliarden $.
Der Unterschied ist klar: Kapital verlagert sich von öffentlichen hin zu privaten Märkten, wodurch kleinere Investoren weniger Möglichkeiten erhalten, früh einzusteigen.
Neue Trends bei Fundraising und Netzwerken
Auch auf On-Chain-Ebene zeigen sich klare Verschiebungen. Solana zieht das meiste Kapital in öffentlichen Runden an, während BNB die höchste Anzahl an Projekten verzeichnet. Ethereum folgt mit 146 Verkäufen, während neuere Netzwerke wie Base, Monad und Unichain bislang nur eine begrenzte Rolle spielen.
Zudem fällt auf, dass die Renditen von Launchpads stark konzentriert sind. Nur eine kleine Anzahl von Plattformen erzielt überdurchschnittliche Ergebnisse, während viele andere schnell an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig dominieren Sektoren wie Infrastruktur und DeFi, während das Interesse an GameFi- und NFT-Projekten im Vergleich zu früheren Jahren deutlich abnimmt.
Insgesamt zeigt der Markt eine klare Verschiebung: Während Stablecoins und institutionelles Kapital weiter wachsen, wird der Zugang für Privatanleger zunehmend eingeschränkt.
