Der Bitcoin-Kurs zeigt Anzeichen zunehmender Schwäche, da sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage weiter verschlechtert. Während frühere Korrekturen noch relativ kontrolliert verliefen, scheint die aktuelle Situation schneller zu kippen. Dennoch deuten einige Indikatoren darauf hin, dass sich ein Boden bilden könnte, auch wenn eine echte Trendwende vorerst unsicher bleibt.
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Verschlechterung von Angebot und Nachfrage
Neue Daten von CryptoQuant zeigen, dass die aktuellen Marktbedingungen deutlich von früheren Phasen abweichen. Während in vorherigen Perioden das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage allmählich abnahm, beschleunigt sich dieser Trend nun. Das weist auf zunehmenden Druck auf den Markt hin und passt zu jüngsten Entwicklungen im news.
Laut Analyst Mignolet begann diese Verschiebung Mitte März und hat sich seitdem verstärkt. Die aktuelle Struktur ähnelt eher der Phase, in der Bitcoin zwischen 80.000 und 90.000 US-Dollar gehandelt wurde – eine Phase, die schließlich zu weiterer Schwäche im Kurs führte. Dies berichtet CryptoQuant.
Chart zeigt deutliche Verschiebung
In der zugehörigen Grafik ist erkennbar, wie frühere Phasen – als Zone 1 und Zone 2 bezeichnet – noch von einer schrittweisen Stabilisierung nach einem ersten Schock begleitet wurden. In der aktuellen Situation fehlt diese Erholung. Stattdessen folgen niedrigere Hochs und schwächere Rebounds aufeinander, ein Muster, das häufig in der technischen Analyse untersucht wird.
Die rot markierten Bereiche zeigen, dass jüngste Erholungen zunehmend an Kraft verlieren. Dies deutet darauf hin, dass Käufer Schwierigkeiten haben, Momentum aufzubauen, während Verkäufer schneller die Oberhand gewinnen.
Risiko von Bull Traps steigt
Obwohl einige Indikatoren darauf hindeuten, dass sich ein Boden bildet, fehlt es laut Analyse weiterhin an ausreichender Liquidität, um eine nachhaltige Trendwende zu unterstützen. Das bedeutet, dass kurzfristige Anstiege möglich sind, aber nicht zwangsläufig den Beginn eines neuen Aufwärtstrends markieren.
In diesem Szenario besteht ein erhöhtes Risiko sogenannter Bull Traps. Dabei handelt es sich um kurzfristige Kursanstiege, die Anleger optimistisch stimmen, bevor der Markt erneut nachgibt – wie auch zu sehen war, als Bitcoin unter Druck durch kurzfristige Anleger stand.
Für Trader bedeutet dies, dass Vorsicht weiterhin geboten ist. Solange kein klarer Kapitalzufluss erkennbar ist, bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Erholungsbewegungen nur von kurzer Dauer sind und der Abwärtsdruck anhält.
