Das Web3-Unternehmen Brevis stellt ein neues System vor, das helfen soll, echte Medien von KI-Manipulationen zu unterscheiden. Das Projekt namens Brevis Vera nutzt Zero-Knowledge-Technologie, um zu beweisen, woher ein Bild oder Video stammt und welche Bearbeitungen danach vorgenommen wurden. Laut dem Team könnte dieser Ansatz eine Lösung für die wachsende Welle von Deepfakes und KI-generierten Inhalten im Internet bieten.
Anstatt im Nachhinein zu versuchen festzustellen, ob ein Bild gefälscht ist, lässt das System Medien sich selbst verifizieren. Brevis Vera prüft, ob Bildmaterial von einer echten Kamera stammt, und verfolgt anschließend kryptografisch, welche Bearbeitungen vorgenommen wurden, bevor das Material veröffentlicht wird.
Medien erhalten einen kryptografischen Herkunftsnachweis
Die Technologie von Brevis baut auf dem C2PA-Standard auf. Dieser Standard ermöglicht es Geräten wie Kameras oder Smartphones, Medien digital zu signieren, sobald ein Foto oder Video aufgenommen wird. Dadurch entsteht ein kryptografischer Nachweis, dass das Material tatsächlich von einem echten Gerät stammt.
Das löst jedoch nur einen Teil des Problems. In der Praxis wird fast jedes Foto oder Video bearbeitet, bevor es online erscheint. Dazu gehören etwa das Zuschneiden von Bildern, Farbkorrekturen oder andere Anpassungen. Sobald dies geschieht, verschwindet normalerweise die ursprüngliche digitale Signatur.
Brevis Vera versucht dieses Problem zu lösen, indem der gesamte Bearbeitungsprozess kryptografisch nachverfolgt wird. Dadurch bleibt es möglich zu überprüfen, dass das Endergebnis weiterhin auf der ursprünglichen Aufnahme basiert.
Zero Knowledge bestätigt jede Bearbeitung
Der Kern des Systems ist die Pico zkVM von Brevis. Mit dieser Technologie werden Zero-Knowledge-Kryptotechniken innerhalb der Blockchainwelt genutzt, um Proofs zu generieren, die bestätigen, dass jede Bearbeitung legitim durchgeführt wurde. Gleichzeitig bleiben der Inhalt der Medien und der vollständige Bearbeitungsprozess privat.
Das Endergebnis ist ein Nachweis, dass ein veröffentlichtes Bild oder Video von einer ursprünglichen Aufnahme stammt und nur durch erlaubte Bearbeitungen verändert wurde. Laut Brevis kann dies ein wichtiges Werkzeug für Journalisten, Medienplattformen und soziale Netzwerke werden, die die Authentizität von Inhalten überprüfen möchten.
Die Technologie ist inzwischen live gegangen, und Entwickler können über eine interaktive Demo auf vera.brevis.network damit experimentieren. Außerdem hat Brevis eine Open-Source-Referenzimplementierung auf GitHub veröffentlicht, sodass andere Teams die Technologie integrieren können.
Neuer Ansatz gegen Deepfakes
Laut dem Team hinter Brevis ist das Aufspüren von Deepfakes ein fortlaufendes Wettrüsten. Während Erkennungstools immer besser werden, verbessern sich auch KI-Systeme, die gefälschte Bilder generieren. Dadurch bleibt es schwierig, mit Sicherheit zu bestimmen, was echt ist.
Brevis verfolgt daher einen anderen Ansatz: nicht zu versuchen, Fälschungen zu erkennen, sondern echten Medien einen überprüfbaren Herkunftsnachweis zu geben. Wenn dieser Ansatz breit angewendet wird, können Plattformen einfacher überprüfen, welche Inhalte authentisch sind. Im breiteren Blockchainsektor wird diese Art von Innovation zunehmend im Kryptowährungsnews diskutiert, da kryptografische Techniken auch außerhalb finanzieller Anwendungen immer mehr Einfluss gewinnen.
Das Interesse an Blockchain-Lösungen außerhalb finanzieller Anwendungen wächst schnell. Immer mehr Projekte nutzen Kryptografie beispielsweise für digitale Identität, Datenverifikation und Medienverifikation.
Unterdessen bleibt auch der breitere Markt in Bewegung. Ein aktueller Bericht zeigte etwa, dass der Markt für tokenisierte Real-World-Assets innerhalb eines Jahres um 289 % gewachsen ist, was verdeutlicht, wie schnell sich neue Blockchain-Anwendungen entwickeln.
