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Brasilien arbeitet an strengeren Krypto-Regeln für institutionelle Akteure
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Brasilien arbeitet an strengeren Krypto-Regeln für institutionelle Akteure

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Brasilien geht den nächsten Schritt bei der Regulierung des Kryptosektors. Die Zentralbank arbeitet an einem speziellen Rahmenwerk für sogenannte institutionelle VASPs – Unternehmen, die Krypto-Infrastruktur für andere Firmen bereitstellen. Die Einführung erfolgt schrittweise bis 2027 und soll für mehr Klarheit, strengere Kontrolle und eindeutige Zulassungsregeln sorgen.

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Neue Regeln für Krypto-Infrastrukturunternehmen

Die Zentralbank Brasiliens konzentriert sich auf Unternehmen, die nicht direkt Privatanleger bedienen, sondern Infrastruktur und Dienstleistungen für andere Marktteilnehmer im Kryptosektor bereitstellen. Dazu zählen Akteure wie Ripple, Fireblocks oder BitGo. Diese Unternehmen bauen Zahlungsnetzwerke auf, bieten Custody-Lösungen an oder stellen technische Infrastruktur für andere Firmen bereit.

In einer Live-Übertragung erklärte António Marcos Guimarães, stellvertretender Leiter der Regulierungsabteilung, dass die Aufsichtsbehörde zwischen 2026 und 2027 konkrete Schritte unternehmen werde, um institutionelle VASPs in ein eigenes regulatorisches Regime zu überführen. Die Sendung ist hier abrufbar.

Laut Guimarães stammt der Wunsch nach spezifischen Regeln direkt aus dem Markt. In öffentlichen Konsultationen fordern Unternehmen mehr Rechtssicherheit. Bislang richtet sich die Regulierung vor allem an Anbieter mit direktem Endkundengeschäft, während der B2B-Bereich weitgehend unberücksichtigt blieb.

Komplexer Markt ohne klassische Zwischenhändler

Die Zentralbank betont, dass dieser Sektor technisch komplex agiert. Es gibt keinen traditionellen Broker, der Transaktionen organisiert. Stattdessen handeln die Akteure über dezentrale, private Netzwerke und gemeinsam genutzte technologische Infrastrukturen. Das macht die Aufsicht anspruchsvoller als bei klassischen Finanzinstituten.

Geplant ist ein Modell, in dem ausschließlich autorisierte Unternehmen miteinander Geschäfte tätigen dürfen. Innerhalb dieses Rahmens können Firmen als Liquiditätsanbieter oder Infrastrukturpartner auftreten. Gleichzeitig finalisiert die Zentralbank die Zulassungskriterien für bereits aktive Unternehmen. Diese erhalten künftig 270 Tage Zeit, ihre Tätigkeiten offiziell zu melden.

Teil einer breiteren Regulierungswelle

Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Regulierungsinitiative in Brasilien. Zuvor wurden bereits Regeln für Banken vereinheitlicht, die Kryptodienstleistungen anbieten möchten. Auch Stablecoins stehen im Fokus der Behörden. Laut lokalen Berichten prüft die Steuerbehörde Receita Federal eine Abgabe von 3,5% auf Stablecoin-Transaktionen, um deren Nutzung als Dollar-Alternative für Zahlungen und Überweisungen einzudämmen.

Mit dem neuen Rahmen für institutionelle VASPs will Brasilien die Aufsicht formalisieren, Geldwäscherisiken reduzieren und operative Standards verschärfen. Für internationale Akteure wie Ripple oder Fireblocks bedeutet dies mehr Klarheit über ihre Position in einem der größten Märkte Lateinamerikas.

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