Bitdeer hat seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkauft und die eigene Reserve damit auf null gesetzt. Diese Nachricht sorgt für Stirnrunzeln am Markt, doch das Mining-Unternehmen versucht, mögliche Unruhe sofort zu relativieren. Laut Bitdeer handelt es sich nicht um ein Zeichen von Schwäche, sondern um eine strategische Entscheidung. Das Unternehmen bereitet sich auf neue Investitionen in Energie- und Landkapazitäten vor, während die eigene Hashrate weiter steigt.
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Bitdeer verkauft gesamte Bitcoin-Reserve
Wu Blockchain berichtet auf X, dass Bitdeer – das Mining-Unternehmen von Jihan Wu – seinen gesamten Bitcoin-Bestand veräußert hat. Damit liegt die Bilanz nun bei null BTC. Gleichzeitig soll die selbst verwaltete Hashrate von Bitdeer inzwischen über der des Konkurrenten Mara liegen, womit das Unternehmen gemessen an der eigenen Rechenleistung als größter börsennotierter Bitcoin-Miner gilt.
Die Ankündigung löst unmittelbar Spekulationen aus. Anleger fragen sich, warum ein großer Miner seine kompletten Bestände verkauft – gerade in einer Phase, in der viele Mining-Unternehmen Bitcoin bewusst als strategische Reserve halten.
Vorbereitung auf neue Investitionen
Bitdeer reagiert rasch über seinen offiziellen X-Account. Das Unternehmen betont, dass der Verkauf kein negatives Signal für den Gesamtmarkt darstelle. Derzeit prüfe man mehrere unverbindliche Möglichkeiten zur Übernahme von Land- und Energiekapazitäten. Um solche potenziellen Transaktionen zügig abschließen zu können, wolle man jetzt gezielt Liquidität aufbauen.
Laut Unternehmensangaben sei es sinnvoll, Kapital bereitzuhalten, bevor entsprechende Deals konkret werden. Der Verkauf der Bitcoin-Bestände passe daher in eine vorausschauende Strategie und sei keine Notmaßnahme.
Hashrate wächst weiter
Gleichzeitig unterstreicht Bitdeer seine operativen Ambitionen. Die eigene Hashrate wächst weiter, und das Unternehmen erwartet, künftig noch mehr Bitcoin zu minen. Der Fokus liegt auf Skalierung und effizienterer Infrastruktur, um langfristig Mehrwert für Aktionäre zu schaffen.
Die Kombination aus null Bitcoin-Bestand und steigender Hashrate ergibt eine ungewöhnliche Strategie. Während einige Miner ihre Reserven ausbauen, setzt Bitdeer auf maximale Flexibilität. Ob sich dieser Ansatz langfristig auszahlt, hängt von der weiteren Entwicklung des Bitcoin-Kurses und der Geschwindigkeit neuer Energie- und Landdeals ab.
