Base macht einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Das Layer-2-Netzwerk kündigt an, seine technische Infrastruktur in einer eigenen, einheitlichen Codebasis zusammenzuführen. Damit übernimmt Base mehr Kontrolle über Upgrades, Infrastruktur und zukünftige Proof-Systeme, bleibt jedoch formell Kunde von Optimism als sogenannter OP-Enterprise-Partner.
Ethereum ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Eigener Stack und schnellere Upgrades
Laut Wilson Cusack von Base entwickelt sich das Netzwerk hin zu einer eigenen Spezifikation, eigenem Code und eigener Infrastruktur. Node-Betreiber müssen künftig den offiziellen Base-Releases folgen. Das bedeutet, dass Base seinen Upgrade-Zeitplan selbst festlegt und weniger abhängig von der breiteren OP-Stack-Roadmap wird.
Die Ambitionen sind hoch. Base will die Anzahl der Hard Forks von drei auf sechs pro Jahr erhöhen. Dadurch erhalten Entwickler schneller Zugang zu neuen Funktionen und Verbesserungen. Gleichzeitig strebt das Netzwerk eine Skalierung auf 1 Gigagas pro Sekunde an, um Anwendungen mit hoher Durchsatzrate ohne Überlastung zu unterstützen.
Neben Geschwindigkeit verspricht Base eine Zuverlässigkeit von 99,99 % nicht-leeren Blöcken sowie vorhersehbare, niedrige Transaktionskosten. Eine vereinfachte Spezifikation soll das Netzwerk zudem leichter auditierbar und zugänglicher für Builder machen. Der Fokus auf Skalierbarkeit steht im Einklang mit der breiteren Ausrichtung von Ethereum, das 2026 stark auf Skalierbarkeit und Sicherheit setzt, wie in der aktuellen Aktualisierung zur Ethereum-Kurs- und Marktentwicklung beschrieben.
Schrittweise Abkehr von der OP Stack
In den kommenden Monaten entfernt sich Base schrittweise von der standardmäßigen OP-Stack-Implementierung. Obwohl das Netzwerk weiterhin mit Optimism zusammenarbeitet, wächst die technische Unabhängigkeit. Als größter Umsatzgenerator innerhalb des OP-Stack-Ökosystems könnte dies auch finanzielle Auswirkungen haben.
Derzeit teilen viele Netzwerke innerhalb der OP Stack Sequencer-Einnahmen mit Optimism. Mehr Eigenständigkeit könnte bedeuten, dass Base diese Einnahmen künftig nicht mehr abführen muss, auch wenn dazu bislang keine offiziellen Details bekannt sind.
Neue Proof-Systeme in Aussicht
Auf technischer Ebene arbeitet Base an einem Übergang von Optimistic Proofs zu Lösungen auf Basis von TEE- und Zero-Knowledge-Technologie. Diese Verschiebung soll in zukünftigen Hard Forks umgesetzt werden und passt in einen breiteren Trend, bei dem Layer-2-Netzwerke eine schnellere Finalität und stärkere Sicherheitsmodelle anstreben.
Mit dieser strategischen Neupositionierung entscheidet sich Base für mehr Autonomie, ein höheres Innovationstempo und maximale Skalierbarkeit. Gleichzeitig bleibt das Netzwerk eng mit Ethereum verbunden, das als zugrunde liegende Layer 1 das Fundament des Ökosystems bildet.
