In Russland droht möglicherweise eine harte Bestrafung für alle, die heimlich Kryptowährungen minen. Mehrere Abgeordnete haben einen Gesetzesentwurf eingereicht, der Bußgelder für illegale Mining-Aktivitäten vorsieht. Ziel ist es, hohe Geldstrafen für alle zu verhängen, die ohne Registrierung oder mit übermäßigem Stromverbrauch weiter minen.
Laut den Initiatoren ist das aktuelle System zu leicht zu umgehen. Viele Personen würden sich als Privathaushalte ausgeben, obwohl sie in Wirklichkeit im großen Stil Kryptowährungen mit billigem Strom minen – was das russische Stromnetz stark belaste.
Hohe Strafen für Mining außerhalb der Regeln
Der Gesetzesentwurf unterscheidet zwischen verschiedenen Gruppen. Privatpersonen drohen Geldstrafen von 100.000 bis 150.000 Rubel, Beamte müssen mit 300.000 bis 800.000 Rubel rechnen, und Unternehmen können mit Strafen zwischen 1 und 2 Millionen Rubel belegt werden. Bei wiederholtem Verstoß können die Strafen für Unternehmen auf bis zu 10 Millionen Rubel steigen.
Die Regeln gelten nicht nur für vollständig illegales Mining, sondern auch für Fälle mit überhöhtem Stromverbrauch oder fehlender Registrierung als offizieller Miner. Selbst Unternehmen, die Mining-Infrastruktur bereitstellen oder mit nicht registrierten Minern zusammenarbeiten, drohen Strafen von 500.000 Rubel – im Wiederholungsfall sogar bis zu 5 Millionen Rubel.
Illegales Mining kostet den Staat Milliarden
Einer der Initiatoren, Anatoli Aksakov, erklärt, dass Russland durch illegales Mining jährlich mehr als 10 Milliarden Rubel verliere und etwa 9 Milliarden Rubel an Steuereinnahmen entgehen. Er fordert daher eine rasche Behandlung des Gesetzentwurfs in der Staatsduma. Seiner Meinung nach gibt es derzeit einen „grauen“ und einen „schwarzen“ Sektor in der Mining-Welt, und der Unterschied zur legalen Branche müsse deutlich gemacht werden.
Die größte Sorge betrifft das russische Stromnetz. Durch den massiven Einsatz günstiger Energiequellen verschleißen die Netze schneller und es besteht die Gefahr von Stromausfällen. Bereits zuvor hatte das russische Justizministerium vorgeschlagen, schwere Fälle illegalen Minings – insbesondere bei großen Gewinnen oder organisierten Gruppen – mit bis zu fünf Jahren Haft zu bestrafen.
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