Eine wachsende Gruppe wohlhabender Kryptoinvestoren nutzt ihre digitalen Vermögenswerte, um Apartments in Europa zu erwerben. Über Brighty, eine von dem ehemaligen Revolut-Entwickler Nikolay Denisenko gegründete Krypto-App, wurden inzwischen mehr als 100 Immobilientransaktionen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Malta, Zypern und Andorra abgeschlossen. Die Deals bewegen sich zwischen 500.000 und etwa 2,5 Millionen US-Dollar pro Objekt.
Denisenko erklärt, dass Brighty vor allem vermögende Kunden bedient, die im Durchschnitt rund 50.000 US-Dollar pro Monat über die Plattform ausgeben. Für viele dieser Nutzer ist der Immobilienkauf ein Weg, ihr Krypto-Vermögen in greifbare Besitztümer umzuwandeln – ohne dabei auf traditionelle Banken angewiesen zu sein.
Ethereum ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Krypto als Brücke zum europäischen Immobilienmarkt
Viele dieser Käufer stoßen bei Banken schnell an Grenzen – selbst wenn es sich um legal erworbene Vermögenswerte handelt, wie etwa Gewinne aus Bitcoin. Banken zögern oft, Krypto als Finanzierungsquelle zu akzeptieren. Brighty geht einen anderen Weg. Mithilfe von Tools wie Elliptic führt die Plattform umfassende Blockchain-Analysen durch, um die Herkunft der Gelder zu überprüfen.
Wenn alles in Ordnung ist, erhält der Kunde ein persönliches Euro-Konto, von dem aus das Geld direkt an den Verkäufer überwiesen wird – ohne Beteiligung von Brighty, ohne SWIFT-System, ohne Aufwand.
Auffällig ist, dass immer mehr Nutzer von USDC auf Euro-Stablecoins wie EURC umsteigen. Während Immobilienkäufe zunächst häufig mit USDC abgewickelt wurden, entscheiden sich die Kunden nun zunehmend für EURC, um Währungsumtauschkosten zu vermeiden. Die Nutzung von EURC ist im letzten Quartal stark angestiegen – mit durchschnittlichen Transaktionsbeträgen von fast 60.000 €.
Dubai wird bei Kryptokäufern immer beliebter
Nicht nur Europa zieht Krypto-Investoren an – auch Dubai steht inzwischen hoch im Kurs. Immer mehr Immobilienentwickler in der Stadt bieten direkte Krypto-Zahlungen an, wodurch der Kaufprozess noch einfacher wird. Im Gegensatz zu Europa, wo häufig Euro verlangt werden, akzeptieren viele Verkäufer in Dubai direkt Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Die Stadt positioniert sich zunehmend als internationale Drehscheibe für Krypto und Luxusimmobilien – und zieht Investoren aus aller Welt an.
Mit dem Aufstieg von Euro-Stablecoins, verbesserten Compliance-Tools und der zunehmenden Akzeptanz von Krypto im Immobiliensektor wird der Kauf einer Wohnung mit digitalen Währungen für vermögende Kryptoinvestoren immer weniger futuristisch – und immer mehr zur Normalität.
