Bitcoin hat nach einem kurzen Ausbruch über die Marke von 94.400 USD deutlich an Schwung verloren. Während viele Trader bereits von der magischen Grenze von 100.000 USD träumten, scheint übertriebene Gier in sozialen Medien den Kurs eher ausgebremst zu haben. Laut dem Analyseportal Santiment ist das kein Zufall, sondern ein wiederkehrendes Muster: Sobald der Massenoptimismus überkocht, folgt häufig eine Korrektur.
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Gier führt zur Korrektur
Die Euphorie auf X, Telegram und Reddit erreichte ihren Höhepunkt, als Bitcoin am 6. Januar über 94.400 USD stieg. Zahlreiche Nutzer rechneten direkt mit einem Anstieg auf 100.000 USD. Doch genau an diesem Punkt drehte der Markt. BTC fiel daraufhin auf ein Tief von 91.200 USD und liegt aktuell bei etwa 92.100 USD – ein Rückgang von 2,3 % in den letzten 24 Stunden.
Ein Blick auf die Grafik von Santiment zeigt deutlich, wie sich das Sentiment entwickelt. Rote Balken stehen für bullishes Massenverhalten – also die Erwartung steigender Kurse. Blaue Balken deuten auf Angst und einen erwarteten Preisrückgang hin. Diese Daten erweisen sich als wertvoll: Oft steigt Bitcoin, wenn die Angst groß ist – und fällt, wenn alle zu optimistisch werden.
Marktstimmung als Indikator
Interessant: Dieses Muster wiederholte sich in den vergangenen Wochen mehrfach. Am 9. Dezember und am 6. Januar führten Spitzen im positiven Sentiment zu anschließenden Preisrückgängen. Umgekehrt sorgten Phasen mit erhöhter Angst Mitte Dezember für eine Kurswende nach oben. Die grüne Linie in der Santiment-Grafik zeigt die enge Verbindung zwischen Preisbewegung und Massenverhalten.
Santiment kommt zu dem Schluss, dass ein Anstieg auf 100.000 USD weiterhin möglich ist – vorausgesetzt, die extreme Euphorie auf Social Media nimmt ab. Eine solche Abkühlung könnte den Weg ebnen für einen stabileren und nachhaltigeren Aufwärtstrend. Bis dahin gilt: Wenn alle bullisch sind, ist oft Vorsicht geboten.
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