Hyperliquid macht mit HIP-3 einen bedeutenden Schritt in Richtung Dezentralisierung bei der Einführung von Perpetual-Märkten.
Entwickler können künftig ihre eigenen Perps im Netzwerk ausrollen – ohne Genehmigung durch eine zentrale Instanz. Eine erste Testversion ist bereits live im Testnet.
HYPE ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Neue Rolle für Entwickler
Mit HIP-3 entsteht Raum für sogenannte builder-deployed Perps. Diese Märkte laufen auf einem eigenen On-Chain-Orderbuch innerhalb von HyperCore. Der Entwickler bestimmt alles selbst – von Oracle-Einstellungen über Hebelbegrenzungen bis hin zur Vertragsstruktur. Im Gegenzug für diese Freiheit kommt auch Verantwortung: Entwickler müssen mindestens 1 Million HYPE staken, um einen Markt starten zu dürfen. Dies dient als Schutzmaßnahme gegen Missbrauch.
Falls ein Entwickler böswillig handelt, können Validatoren darüber abstimmen, seinen Stake teilweise oder vollständig zu slashen. Diese Abstimmung erfolgt während einer sieben Tage dauernden Unstaking-Periode.
Auch auf technischer Ebene gibt es Unterschiede zu den bestehenden Märkten. So werden die Gasgebühren für das Ausrollen alle 31 Stunden über eine Dutch Auction bestimmt. Das bedeutet, dass der Preis auf einem hohen Niveau beginnt und dann fällt, bis jemand bereit ist zu zahlen. Die Gasgebühr wird in HYPE-Token bezahlt, die in diesem Fall also eine doppelte Funktion erfüllen.
Keine Standard-Oberfläche
Zu Beginn werden die Frontends von Hyperliquid keine Unterstützung für diese neuen builder-deployed Perps bieten. Das bedeutet, dass Nutzer diese Märkte nicht in der Standard-Benutzeroberfläche auf app.hyperliquid.xyz oder in der Testnet-Version sehen werden.
Es ist außerdem keine offizielle Oberfläche für die tatsächliche Erstellung von Perps vorgesehen. Laut Protokoll soll dies gerade die Entwicklung alternativer Zugangspunkte durch unabhängige Parteien fördern. Auf diese Weise entsteht ein modulareres und spezialisierteres Ökosystem rund um Hyperliquid.
Für Entwickler, die loslegen möchten, erscheinen demnächst Updates in der API-Dokumentation und dem Python-SDK. Damit können sie ihre eigenen Märkte vollständig einrichten und verwalten – im Rahmen der technischen Möglichkeiten des Hyperliquid-Ökosystems.