Die Kryptobörse Coinbase unternimmt erneut Schritte, um ihre Position im Derivatemarkt zu stärken. Das Unternehmen hat Dokumente bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingereicht, um ein neues Futures-Kontrakt auf XRP zertifizieren zu lassen. Die Einführung dieses Produkts ist für den 21. April geplant, sofern die Aufsichtsbehörde keine Einwände erhebt.
Im Rahmen des Selbstzertifizierungsverfahrens kann Coinbase ohne vorherige umfassende Prüfung den geltenden Vorschriften für Futures-Produkte entsprechen. Die CFTC behält sich jedoch das Recht vor, einzugreifen, sollte sie Unregelmäßigkeiten feststellen. Solange dies nicht geschieht, darf das Produkt zum geplanten Termin live gehen.
Coinbase führte zuvor Futures-Kontrakte auf Solana und Hedera ein
Dieser Schritt folgt auf frühere Einführungen von Futures-Kontrakten auf Solana (SOL) und Hedera (HBAR) durch Coinbase. Die Börse verfolgt aktiv das Ziel, Anlegern den Zugang zu einem breiteren Spektrum an Krypto- und traditionellen Derivaten auf einer regulierten Plattform zu ermöglichen. Derzeit wartet Coinbase zudem auf die Genehmigung von Futures auf Cardano (ADA) und Erdgas (NGS), deren Einführung später in diesem Monat erwartet wird.
XRP wird weltweit häufig für schnelle und kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungen verwendet. Mit dem bevorstehenden Futures-Kontrakt erhalten Händler die Möglichkeit, auf Kursbewegungen von XRP zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Token tatsächlich besitzen zu müssen. Der Kurs von XRP bewegt sich derzeit über der 2-Dollar-Marke und zeigt innerhalb von 24 Stunden deutliche Schwankungen – unter anderem aufgrund der neuen Importzölle von Donald Trump.
Gerichtsverfahren gegen Ripple
Der Zeitpunkt dieses Antrags ist bemerkenswert, da Ripple, das Unternehmen hinter XRP, kürzlich einen wichtigen juristischen Erfolg erzielt hat. Im Jahr 2020 hatte die SEC eine Klage gegen Ripple eingereicht mit dem Vorwurf, XRP sei als nicht registriertes Wertpapier angeboten worden. Nach jahrelangem Rechtsstreit zog die SEC im vergangenen Monat ihre Berufung zurück. Ripple zahlte schließlich eine Strafe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar – deutlich weniger als die ursprünglich geforderten 125 Millionen US-Dollar. Auch Ripple selbst zog seine Gegenberufung zurück, womit das Verfahren weitgehend abgeschlossen ist.
Durch diesen Ausgang wächst die Hoffnung, dass ein Spot-XRP-ETF in den USA bald Realität werden könnte. Mehrere Vermögensverwalter – darunter Bitwise, WisdomTree, Grayscale, 21Shares und Franklin Templeton – haben bereits Anträge bei der SEC eingereicht. Auch ProShares und Volatility Shares planen XRP-Produkte. Nate Geraci, Präsident der ETF Store, geht sogar davon aus, dass Branchengrößen wie BlackRock und Fidelity bald in das Rennen um einen XRP-ETF einsteigen werden.
